Anne Will ist 44, Mitglied beim 1. FC Köln und eines der bekanntesten Fernsehgesichter des Landes. Sie hat die "Sportschau" moderiert und die "Tagesthemen" und lässt in ihrer Talkshow seit drei Jahren die Lage der Nation diskutieren. In Köln hat sie Geschichte, Politik und Englisch studiert. So weit die Fakten. Dass sie in der Mensa am liebsten nur Käsebrötchen gegessen habe, sei aber ein Gerücht, sagt sie.

ZEIT Campus: Wen haben Sie im vergangenen Jahr eigentlich öfter gesehen: Ihren Bruder oder Guido Westerwelle?

Anne Will: Haben Sie den Eindruck, der war so oft da?

ZEIT Campus: Gefühlt: dreimal die Woche.

Will: Das wäre ein bisschen übertrieben. Soweit ich mich erinnere, war er im ganzen Jahr nur einmal bei uns. Da habe ich meinen Bruder dann doch öfter gesehen.

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ZEIT Campus: Gibt es jemanden, den Sie zu oft gesehen haben?

Will: Nein, und ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die Politiker gering schätzen. Das sind hart arbeitende Leute, und ich möchte deren Verantwortung nicht tragen müssen. Insofern bin ich voller Respekt. Diese Meinung macht mich allerdings nicht zwingend beliebt, wenn ich in einer Kneipe an der Theke stehe. 

ZEIT Campus: Stehen Sie da oft?

Will: Gern jedenfalls. Ich komme aus Köln, da wird man ja in der Kneipe groß.

ZEIT Campus: Werden Sie in Stammtischdebatten verwickelt?

Will: Eher weniger. Es sagt höchstens mal jemand: Den dürfen Sie nie wieder einladen!

ZEIT Campus: Wen denn?

Will: Sag ich nicht.