Eine Woche vorher:

Den Inhalt überprüfen

Inhaltliche Sicherheit ist die Basis für einen guten Vortrag. Nach langen Vorbereitungen passiert es jedoch sehr oft, dass man tief in den Details versinkt und dabei den roten Faden verliert. Deshalb ist es hilfreich, spätestens eine Woche vor dem Vortrag einen Inhalts-check durchzuführen, indem man Freunden von dem Thema erzählt. Durch gezieltes und ehrliches Feedback lassen sich Schwachstellen aufdecken, und es bleibt noch genug Zeit, um am Inhalt zu feilen.

Drei Tage vorher:

Die Struktur hinterfragen

Einstieg, Hauptteil, Schluss – die Struktur eines Vortrages ist eigentlich einfach. Umso wichtiger ist es, nachzuprüfen, ob die Argumente logisch aufgebaut und nachvollziehbar sind. Als Vortragender muss man sich klarmachen, dass der Zuhörer meist weniger Wissen mitbringt als man selbst – schließlich will er bei dem Vortrag etwas lernen. Besonders wichtig ist der Einstieg; mit dem kann man sein Publikum entweder fesseln oder verlieren. Empfehlenswert sind plakative Beispiele, die schnell ins Thema führen.

Einen Tag vorher:

Das Material auswählen

Ein guter Inhalt braucht eine gute Präsentation, damit er beim Zuhörer ankommt. Jeder Redner benötigt dazu Material und Equipment. Spätestens einen Tag vorher sollte man sich also Gedanken machen: Wo findet der Vortrag statt? Welche Utensilien kann man dort verwenden? Welche Materialien geben mir Sicherheit, welche machen mich unnötig nervös und behindern so eine flüssige Vortragsweise? Grundsätzlich gilt die Devise: Weniger ist mehr. Je weniger Zettel und Unterlagen man mit nach vorne nimmt, desto weniger droht die Gefahr, dass man sich im Zettelgewirr verliert. Moderationskärtchen mit Stichworten oder einer Inhaltsangabe vermitteln jedoch sehr oft Sicherheit und können dem Redner dabei helfen, nicht unnötig vom Thema abzuschweifen.

Eine Stunde vorher:

Die Medien ausprobieren

Wer Powerpoint oder Flipcharts nutzt, sollte vor dem Beginn des Vortrags einen Mediencheck durchführen. Leere Stifte oder ein Computerabsturz können schnell zusätzlichen Stress verursachen. Also, bevor es zu spät ist, prüfen: Funktioniert der Beamer? Liegen ausreichend Flipchart-Stifte bereit? Wie dunkelt man den Raum ab? Wenn diese technischen Fragen geklärt sind, steht einem gelungenen Vortrag nichts mehr im Weg.

Dreißig Minuten vorher:

Eine Entspannungsübung machen

Vor einer Gruppe von Menschen zu sprechen, egal ob vor zehn oder vor tausend, bedeutet für den Vortragenden immer Stress. Fast alle kennen die Phänomene, die dadurch auftreten können: Die Stimme wird kratzig und bleibt weg, man fängt an zu schwitzen, ein unsicheres Gefühl macht sich in der Magengegend breit. Es hilft, wenn man vor dem Vortrag bewusst atmet oder sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lässt. So werden Verkrampfungen gelöst, und man kann sich besser auf den Beginn des Vortrags konzentrieren. Die körperlichen Symptome sind bei Angst und Freude übrigens gleich. Wenn man das weiß, kann man versuchen, seine schwitzigen Hände als Zeichen einer gespannten Vorfreude statt als Zeichen der Panik zu interpretieren – und lieber dieses Gefühl mit auf die Bühne nehmen.