Wortmeldung

So nicht: »Ähm, Entschuldigung. Ich wollte nur ganz kurz sagen, dass ich mich meinem Vorredner voll und ganz anschließen kann.«

Besser: »Meiner Meinung nach gab es in den letzten 25 Jahren eine deutliche Veränderung der Parteienlandschaft. Eine Kategorisierung nach den klassischen Modellen ist bei den heutigen Allerweltsparteien kaum mehr möglich. Dies ist ein typisches Phänomen von starkem politischem Wettbewerb.«

Warum? Floskeln, umständliche Einleitungs- und Brückensätze und unnötige Wiederholungen stören den Diskussionsfluss und werden von anderen schnell als nervig empfunden. Eine Wortmeldung sollte prägnant und verständlich sein, Aussage, Meinung und neue Argumente beinhalten.

Sprechstunde

So nicht: »Herr Professor, ich wollte ganz kurz fragen, ob ich die Klausur einsehen darf, aber nur, wenn es wirklich geht.«

Besser: »Wie ich schon per Mail geschrieben habe, wollte ich Sie bitten, kurz die Klausur mit mir durchzugehen. Bei Frage drei war ich mir unsicher, und ich würde mich auf die Abschlussprüfung gern optimal vorbereiten.«

Warum? Übertriebenes Herunterspielen des eigenen Anliegens zeugt nicht von besonderer Höflichkeit, sondern sorgt oft dafür, dass man am Ende den Raum verlässt, ohne wirklich eine Antwort auf seine Frage bekommen zu haben. Natürlich soll man nicht arrogant oder frech auftreten. Aber der eigene Wunsch sollte deutlich formuliert werden – das spart Zeit, der Professor wird es einem danken.