Sacken lassen

Es ist nicht leicht, mit einer Absage fertigzuwerden. Deshalb sollte man sich Zeit nehmen für etwas Schönes – egal, ob man mit Freunden tanzen geht oder mit Chips auf dem Sofa bleibt. Nach dem ersten Frust kann man sich daran erinnern, dass auch die Einladung zum Vorstellungsgespräch schon ein Erfolg war.

Fehler suchen

Wer sich nach dem Vorstellungsgespräch Notizen gemacht hat, kann diese zur Fehlersuche nutzen. "Das ist eine wertvolle Grundlage", sagt der Bewerbungsberater Thorsten Knobbe. Um eine zweite Meinung zu bekommen, empfiehlt er, die Gesprächsnotizen mit einem Freund durchzugehen. Konnte man den Lebenslauf nicht souverän genug erklären? Oder kam man ins Stocken, als die Frage nach den Vorbildern gestellt wurde? Das wären Punkte, an denen man arbeiten kann. Wichtig ist allerdings, nicht nur die Schwächen zu analysieren, sondern sich auch an die Momente zu erinnern, in denen man sich gut gefühlt hat. Das gibt neue Motivation.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Feedback einholen

Aus der Kritik der Personalabteilung lernt man am meisten. Das Problem: "Unternehmen geben den wirklichen Grund für die Absage nicht gerne preis. Meist hört man ein paar Allgemeinplätze", sagt Thorsten Knobbe. Damit muss man sich aber nicht zufriedengeben. Nachhaken kann man zum Beispiel, indem man den Personalchef höflich bittet, drei Punkte zu nennen, an denen man arbeiten sollte. Am besten macht man das telefonisch, ein bis zwei Tage nachdem die Absage kam. Ein Anruf ist persönlicher als eine E-Mail.

Dranbleiben

Läuft die Frage nach dem Feedback gut, kann man dem Personalchef vorschlagen, die Unterlagen zu behalten. "Ich rate jedem, mit der Personalabteilung in Kontakt zu bleiben, allerdings sollte man dabei nicht zu aufdringlich werden", sagt Thorsten Knobbe. Es passiert häufiger, als man denkt, dass ein Kandidat doch noch abspringt und die Stelle wieder frei wird. Handelt es sich um ein Traineeprogramm oder eine andere regelmäßige Ausschreibung, kann man fragen, ob es Sinn macht, sich nächstes Jahr wieder zu bewerben.

Üben, üben, üben

Mimik, Gestik und Augenkontakt kann man vor dem Spiegel oder mit einem Freund trainieren. Je mehr man über sich und seine Ziele spricht, desto klarer und überzeugender wird man. Wem Angst und Zweifel immer wieder den Job vermasseln, für den kommt ein professionelles Coaching infrage. Vor allem aber sollte man sich schnell wieder bewerben, denn das nächste Vorstellungsgespräch ist die beste Übung.