"Vieles, was ich im Studium gelernt habe, konnte ich direkt umsetzen"

"Für ein Masterstudium eine Auszeit zu nehmen kam für mich allein schon aus finanziellen Gründen nie infrage. Ich habe also einen berufsbegleitenden Master gemacht und gleichzeitig in Vollzeit beim Sozialamt gearbeitet. Die Präsenzveranstaltungen fanden überwiegend freitagnachmittags und samstags statt, es gab aber auch Blockveranstaltungen innerhalb der Woche. Lesen, Prüfungen vorbereiten und Hausarbeiten schreiben – dafür musste ich viele Wochenenden und Urlaubstage investieren. Das war schon eine erhebliche zeitliche und psychische Belastung, hat aber auch viel Spaß gemacht, denn Betriebswirtschaftslehre, Marketing oder Personalmanagement waren alles neue Bereiche für mich. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Studium sehr praxisorientiert gestaltet ist. Vieles, was ich zum Beispiel über Evaluation gelernt habe, konnte ich direkt in meinem Berufsalltag umsetzen."

Wie kommt man da rein? Studium der Sozialen Arbeit und ein Jahr Erfahrung im Beruf.

Was kostet das? Insgesamt 5.400 Euro.

Wie viel Zeit wenden Sie auf? Etwa zehn Stunden pro Woche.

Wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber? Mit Urlaub und fachlicher Hilfe.

Verena Schulte-Sienbeck, 35, hat gerade den weiterbildenden Masterstudiengang Sozialmanagement an der FH Münster abgeschlossen. Sie ist Sozialplanerin.

"Mit dem Bachelor konnte ich mich nicht auf interessante Stellen bewerben"

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber, der am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

"Nach dem Bachelorstudium wollte ich unbedingt arbeiten, unabhängig sein, eigenes Geld verdienen. Deswegen habe ich über ein Masterstudium gar nicht nachgedacht. Aber bei meiner Arbeit in der Kreditabteilung der Commerzbank merkte ich plötzlich, dass ich mich mit meinem Bachelorabschluss nicht auf die Stellen in der Bank bewerben konnte, die mich interessierten. Ich wollte im Controlling arbeiten oder als Strukturierungsspezialist mit Unternehmen ihre Finanzierung planen, dafür brauchte ich den Master. Deshalb fing ich wieder an zu studieren. Meine Vorgesetzten haben darauf geachtet, dass ich pünktlich Feierabend machen konnte: Zweimal in der Woche hatte ich ab 17 Uhr Vorlesungen. Auch bei der Urlaubsplanung berücksichtigten sie meine Klausur- Phasen. Im Urlaub habe ich gelernt. Das war schon sehr stressig, aber ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden."

Wie kommt man da rein? Mit einem Bachelorabschluss und Berufstätigkeit.

Was kostet das? Für das gesamte Studium rund 9.500 Euro.

Wie viel Zeit wenden Sie auf? Zwischen 13 und 30 Stunden pro Woche.

Wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber? Passt Arbeitszeiten und Urlaube an.

Britta Schlapp, 30, hat einen Masterabschluss Finance and Accounting von der Hochschule für Ökonomie und Management in Frankfurt am Mai.