Studenten berichten von ihrem berufsbegleitenden Master.

"Der Master passt zu meinem Beruf und meinen privaten Interessen"

"Nach meinem Bachelor in Public Management war ich erst mal froh, einen Job gefunden zu haben. Nach einiger Zeit kamen mir Zweifel: Den Gedanken, dass meine akademische Laufbahn mit Anfang 20 schon beendet sein sollte, fand ich schrecklich. Also suchte ich einen Studiengang, der zu meinem Beruf und meinen Interessen passt und mir Aufstiegschancen ermöglicht. Gefunden habe ich den Master Governance an der staatlichen Fern-Universität Hagen. Für Politik interessiere ich mich sehr und engagiere mich ehrenamtlich. Das Studium passt gut dazu, es untersucht das Verhältnis von Staat und Gesellschaft. Ich kann in Teilzeit studieren und die Zahl der Kurse pro Semester selbst bestimmen. So bleibt noch genug Freizeit. Es gibt wenige Präsenzveranstaltungen, die meisten davon sind im Hamburger Regionalzentrum der Fern-Uni. Im Vergleich zu privaten FernUnis ist Hagen außerdem preiswert."

Wie kommt man da rein?
Mit einem Bachelor in Politikwissenschaften oder verwandten Fächern.

Was kostet das?
Insgesamt 1.200 Euro.

Wie viel Zeit wenden Sie auf?
10 bis 15 Stunden pro Woche.

Wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber?
Vor Prüfungen darf ich immer Urlaub nehmen.

John Meister

"Das Lernen fällt mir leicht, weil ich den Stoff oft direkt im Job anwenden kann"

"Ich arbeite im Personalmanagement und berate, wenn jemand beruflich aufsteigen will, wenn es Probleme im Team gibt oder jemand ein Suchtproblem hat. In der persönlichen Beratung wollte ich mich auch weiterbilden und habe mich auf ein internes Förderprogramm meines Unternehmens beworben. Die Kosten für meinen Master in Wirtschaftspsychologie übernimmt nun mein Arbeitgeber. Ich selbst muss organisieren, wie ich das Studium neben meiner 41-Stunden-Woche bewältige. Ich muss Veranstaltungen vor- und nachbereiten und für Klausuren lernen. Alle zwei Wochen habe ich zweimal nach der Arbeit und den ganzen Samstag Vorlesungen und Seminare. Das ist stressig. Mir hilft aber, dass ich den Stoff bei der Arbeit oft anwenden kann. Und obwohl der Zeitaufwand hoch ist, schaffe ich es noch, viermal pro Woche zum Sport zu gehen, und ich war im vergangenen Jahr sogar dreimal im Urlaub."

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber 2/2015, der am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

Wie kommt man da rein?
Mit jedem Bachelorabschluss und anschließender Berufstätigkeit.

Was kostet das?
11.410 Euro.

Wie viel Zeit wenden Sie auf?
Vor Prüfungen 20 Stunden pro Woche, sonst weniger.

Wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber?
Er zahlt die Gebühren und gewährt Gleitzeit.

Christian Ott

"Für die Vorlesungen nehme ich Urlaub oder baue Überstunden ab"

"Schon als ich meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen gemacht habe, war mir klar, dass ich später einen Master draufsetzen muss. Gerade als Frau in der Ingenieurbranche kann man einen höheren Abschluss gut gebrauchen, um sich durchzusetzen. Nach zwei Jahren bei einer Firma für Anlagen- und Maschinenbau wollte ich aber weder meine Karriere unterbrechen noch auf mein Gehalt verzichten. Also habe ich meinem Chef vorgeschlagen, den Master in Wirtschaftsingenieurwesen berufsbegleitend zu machen. Erst war er skeptisch, ließ sich aber überzeugen. Allein zu lernen liegt mir nicht. Also habe ich mich für ein Präsenzstudium an einer dualen Hochschule für Berufstätige entschieden. Die Vorlesungen und Seminare finden in Blöcken von je drei Tagen statt. Um sie zu besuchen, nehme ich Urlaub oder baue Überstunden ab. Die Belastung ist hoch, ich muss sehr gut organisiert sein."

Wie kommt man da rein?
Als Ingenieur und Betriebswirt mit Berufstätigkeit.

Was kostet das?
18.300 Euro.

Wie viel Zeit wenden Sie auf?
Im Schnitt zehn Stunden pro Woche.

Wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber?
Fachlich, teilweise finanziell und durch flexible Arbeitszeiten.

Aline Damian