Sie habe einen "krassen Jetlag", sagt Elisabeth Wehling, als sie sich in einem Restaurant auf einen Aluminiumstuhl setzt. Gestern hatte sie noch einem Termin in Washington, nun besucht sie für ein paar Tage ihre Eltern in Hamburg-Bergedorf. Um sich für das Interview wach zu halten, habe sie den ganzen Tag "Tatort" geguckt.

ZEIT CAMPUS: Frau Wehling, Sie erforschen, wie Sprache Menschen beeinflusst. Können Sie mich manipulieren?

Elisabeth Wehling: Wenn ich mit diesem Ziel zum Gespräch gekommen wäre, dann ja. Sprache kann uns stark beeinflussen, wie wir denken, wie wir fühlen, sogar wen wir wählen.