... einen Bewerbungsberater

ZEIT Campus: Herr Blank, wie viel wird in Masterbewerbungen gelogen?

Jens Blank: Kaum, weil die Unis meist konkrete Nachweise für Noten oder Sprachkenntnisse verlangen. Die zu fälschen traut sich glücklicherweise so schnell niemand. Geschummelt wird eher bei Engagement oder Softwarekenntnissen.

ZEIT Campus: Wie sehr darf ich in meinem Lebenslauf übertreiben?

Blank: Die Wirkkraft von Sprache darf man ruhig ausschöpfen. "Wissenschaftliches Lektorat" klingt viel besser als "Korrekturlesen". Das Aufmotzen kann aber auch zu weit gehen, etwa wenn man behauptet, im Praktikum bereits Personalverantwortung übernommen oder Führungskompetenzen gelernt zu haben.

ZEIT Campus: Wie verkauft man Schwächen?

Blank: Schönreden klappt nicht. Wer sich zum Beispiel auf einen internationalen Master bewirbt und noch nie im Ausland war, sollte damit offen umgehen. Wird man direkt darauf angesprochen, sollte man zeigen, dass man lernbereit ist und zum Beispiel gerade einen Sprachkurs in London gebucht hat.