Was sich hinter Einstiegspositionen verbirgt

Berufseinstieg

Direkteinstieg

Hinter diesem Sammelbegriff versteckt sich der Berufsstart in einem festen Team mit klar definiertem Aufgabengebiet. Er wird zur Abgrenzung von Volontariaten oder Traineeprogrammen verwendet. Wer direkt einsteigt, hat auf seiner Visitenkarte häufig Bezeichnungen mit dem Vorsatz Junior, etwa Junior-Produktmanager, Junior-Einkäufer, Junior-Controller. Das bedeutet aber nicht, dass man sich als Absolvent nicht bewerben darf, wenn in der Stellenanzeige kein "Junior" steht.

Fellow

Unternehmensberatungen wie McKinsey oder die Boston Consulting Group haben ein klares Ein- und Aufstiegsschema. Die Bezeichnung der Stufen kann je nach Beratung leicht variieren. Häufig heißt die erste Position nach dem Uni-Abschluss Fellow oder Analyst. Mit steigender Berufserfahrung und je nachdem, ob man promoviert oder einen MBA macht, folgen in festgelegten Abständen die Karriereschritte Associate, Principal und irgendwann der Partner. Wer nicht aufsteigt, steigt in der Regel aus. Auch in Großkanzleien gibt es die Aufstieg-oder-Ausstieg-Logik. Die erste Position für Absolventen nach dem Uni-Abschluss heißt dort meist Associate.

Laborleitung

Was nach einem Job klingt, den man erst nach ein paar Jahren im Beruf erreichen kann, ist für promovierte Naturwissenschaftler nicht selten die Einstiegsposition. Um ein Forschungs- oder Entwicklungslabor zu führen, muss man nicht nur fachlich auf dem neuesten Stand sein, sondern auch viel organisieren. Außerdem gefragt: Führungsstärke, denn zum Labor gehören Labortechniker und weitere Angestellte.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Nr. 7/2017.

Traineeship

Bei Konzernen und großen Mittelständlern sind diese ein- bis zweijährigen Einstiegsprogramme für Absolventen weit verbreitet. Man durchläuft mehrere Abteilungen, manchmal auch eine Auslandsstation. Die Idee dahinter: Man soll das Unternehmen in seiner Gänze kennenlernen, Netzwerke bilden und dann dorthin steuern, wohin man am besten passt. Oft gibt es Weiterbildungen und Seminare zusammen mit anderen Trainees. Viele Firmen rekrutieren aus ihren Trainees ihre künftigen Führungskräfte. Trainees werden in der Regel übernommen. Aber Vorsicht: Der Begriff ist nicht geschützt. Man sollte ausschließen, dass man ein Langzeitpraktikum als Traineeship verkauft bekommt. Woran man ein gutes Traineeprogramm erkennt, steht hier: bit.ly/campus_trainee. Traineegehälter liegen in der Regel leicht unter denen von Direkteinsteigern. In Medien- und Kulturbetrieben gibt es statt Traineeprogrammen häufiger Volontariate.

Vorstandsassistenz

Von der Uni in die Chefetage: Als Vorstandsassistent arbeitet man dem Unternehmenschef oder einem anderen Spitzenmanager zu. Die Aufgaben: Sitzungen inhaltlich vorbereiten, Protokoll führen, Projekte koordinieren. Typisch: die hohe Arbeitsintensität und der direkte Draht zum Chef – mit allen Vor- und Nachteilen.

Referendariat

Den bis zu zweijährigen Vorbereitungsdienst nach dem Studium müssen angehende Lehrer und Juristen absolvieren, aber auch andere Anfänger im höheren Staatsdienst, etwa der Nachwuchs für die Stadtplanung, das Forstwesen, die staatlichen Archive oder die Veterinärämter.