Im Vorstellungsgespräch muss man klarmachen, dass der Job zu einem passt. Diese acht Tipps helfen dabei.

1. Puffer einplanen

Lieber eine Stunde totschlagen müssen, als eine Minute zu spät kommen. Am besten sucht man sich im Internet ein Café in der Nähe, in dem man warten und noch mal zur Toilette gehen kann. Achtung: Auch Wege auf dem Firmengelände können Zeitfresser sein. Meist wird man aber am Haupteingang abgeholt. Für den Fall, dass man sich doch verspätet: die Nummer des Ansprechpartners im Handy speichern.

2. Abläufe erfragen

Bei Vorstellungsgesprächen sitzt man mal nur dem Personaler gegenüber, mal sind Kollegen aus der Fachabteilung dabei. Es kann auch passieren, dass man zusammen mit anderen interviewt wird oder Aufgaben wie in einem Assessment-Center lösen muss. Falls die Firma nicht vorab über den Ablauf informiert: nachfragen!

3. Fragen googeln

Auch wenn die legendäre Frage nach den größten Stärken und Schwächen kaum noch gestellt wird – Arbeitgeber greifen nach wie vor gerne auf standardisierte Formulierungen zurück, mit denen sie etwas über Motivation, Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit des Bewerbers herausfinden wollen. Man kann sich von Freunden mit solchen Fragen konfrontieren lassen. So gewöhnt man sich an die Situation und gewinnt ein klareres Bild von sich selbst. Das hilft auch, wenn sich die Interviewer doch mal was Neues ausdenken. Denkbare Fragen gibt es zum Beispiel hier: bit.ly/campus_fragen.

4. Selbstbewusst auftreten

Zu wissen, dass man beobachtet und bewertet wird, ist kein schönes Gefühl. Kein Wunder, dass bei manchem im Vorstellungsgespräch so etwas wie Prüfungsangst aufkommt. Dagegen hilft, sich klarzumachen, worum es eigentlich geht: darum, dass das Unternehmen und der Bewerber herausfinden, ob sie zueinander passen. Daher: selbstbewusst in das Gespräch gehen und den Termin auch nutzen, um herauszufinden, ob man den Arbeitgeber überzeugend findet.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Nr. 7/2017.

5. Das Timing beachten

Den Gesprächspartner mit Details zum Lebenslauf zu überfallen, während der noch über das Wetter sprechen will, ist keine gute Idee. Viele Bewerbungsgespräche folgen dieser Dramaturgie: Los geht es mit Small Talk: "Haben Sie gut hergefunden?", es folgt die Aufforderung, sich selbst zu präsentieren. Dann stellt der Gesprächspartner die Stelle vor. Danach wird der Bewerber intensiver befragt. Und zum Schluss heißt es: "Haben Sie noch Fragen?"

6. Auf den Punkt kommen

Die Aufforderung zur Selbstpräsentation "Erzählen Sie doch mal was über sich" ist eine große Chance, dem Unternehmen zu zeigen, warum man der richtige Kandidat für die Stelle ist. Dafür stellt man Bezüge zwischen den eigenen Fähigkeiten und den Anforderungen der Stelle her. Je konkreter man seine Kompetenzen belegen kann, desto besser. Hat jemand dreimal die Fachschaftsparty organisiert, spricht das zum Beispiel für sein Organisationstalent.

7. Neugierig sein

Mit Fragen kann man sich blamieren oder glänzen. Wer die Mitarbeiterzahl wissen will, obwohl die fett auf der Firmenseite steht, zeigt, dass er sich nicht informiert hat. Aber man sollte nicht nur darauf achten, welche Fragen einen schlau erscheinen lassen. Das Vorstellungsgespräch bietet auch die Gelegenheit, wichtige Dinge herauszufinden: Mit wem würde ich arbeiten? Was meint die Firma, wenn sie von Teamarbeit spricht? Sitze ich später im Großraumbüro?

8. Sich nicht verrückt machen

Immer wieder hört man von Stressfragen im Vorstellungsgespräch: "Bis hierher konnten Sie uns nicht überzeugen. Was glauben Sie, warum?" Solche Geschichten haben aber wenig Substanz. Gerade bei Einsteigern setzen Personaler meist auf ein konstruktives Gesprächsklima.