DIE ZEIT wollte von 78 Universitäten wissen, wie eng sie mit Unternehmen zusammenarbeiten. Nur wenige gaben Auskunft, sechs Hochschulen beantworteten keine einzige Frage.

Viele deutsche Universitäten geben nur sehr unzureichend Auskunft über ihre Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Das ergab eine umfangreiche Recherche der Wochenzeitung DIE ZEIT. Sie hatte bei 78 Universitäten erfragt, wie viele industriefinanzierte Forschungsprojekte, Stiftungsprofessuren und Industriepromotionen die jeweilige Hochschule hat.

Lediglich 27 Universitäten übermittelten eine vollständige Auflistung der industrie- und stiftungsfinanzierten Drittmittelprojekte an ihrer Hochschule und nur 28 Universitäten machten transparent, mit welchen Unternehmen oder Stiftungen sie Kooperationsverträge abgeschlossen haben. Zehn Universitäten gaben an, wie viele Industriepromotionen derzeit angefertigt werden.

Sechs Universitäten beantworteten keine einzige Frage

Mehr Universitäten gaben indes Auskünfte über Stiftungsprofessuren: 66 der 78 befragten Universitäten beantworteten die Frage, welche Stiftungsprofessuren sie derzeit haben. 54 Einrichtungen legten zudem offen, welche abgeschlossene Stiftungsprofessuren in ihren Haushalt übergegangen sind.

Insgesamt sechs Universitäten beantworteten keine einzige Frage. Eine Einrichtung nannte als Grund, es sei ein "erheblicher Aufwand zu erwarten, für den wir Gebühren erheben müssten".

Mit der Erhebung will die Zeitung der Frage nachgehen, wie abhängig die akademische Wissenschaftslandschaft von der finanziellen Förderung durch die Wirtschaft ist. Die Ergebnisse dokumentiert DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe.