An deutschen Hochschulen sind 2,87 Millionen Menschen eingeschrieben, ein Rekord. Das Geschlechterverhältnis ist beinahe ausgeglichen.

In Deutschland studieren so viele Menschen wie noch nie. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Aktuell sind demnach 2,87 Millionen Studierende an Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen immatrikuliert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Studierenden damit um 0,8 Prozent gestiegen – ein Plus von 22.600 Personen.  

Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen an den Hochschulen sei nahezu ausgeglichen: Bundesweit liegt die Zahl der männlichen Studenten um 61.600 über der Anzahl studierender Frauen.

Im Wintersemester nahmen 508.800 Menschen ein Studium auf. Davon begannen 62 Prozent ihre akademische Laufbahn an Universitäten und Pädagogischen oder Theologischen Hochschulen. 35 Prozent immatrikulierten sich an einer Fachhochschule, 1,3 Prozent an Kunsthochschulen.

Ein leichtes Plus zeigte sich in einigen technischen Studienrichtungen. Mit 39.600 Erstsemestern begannen ein Prozent mehr Studenten ein Informatikstudium. 33.200 Studenten schrieben sich im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein (minus 1,5 Prozent), 17.200 in Elektrotechnik und Informationstechnik (plus 3,4 Prozent) sowie 11.500 im Bereich Bauingenieurwesen (plus 1,3 Prozent).

Für Peter-André Alt, den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, bedeuten die aktuellen Studierendenzahlen einen Auftrag zur Qualitätssicherung. "Seit über zehn Jahren klettert die Studierendenzahl von Rekord zu Rekord." Damit werde deutlich, dass der Anstieg der Studierendenzahlen kein einmaliger Effekt durch doppelte Abiturjahrgänge sei, "sondern maßgeblich auf die gestiegene Bildungsbeteiligung zurückzuführen", sagte Alt. Er forderte vom Bund eine dauerhafte Sicherung der Finanzierung, um bessere Betreuungsverhältnisse zwischen Lehrenden und Studierenden möglich machen zu können.