Was reinmuss, was reinkann und worauf du besser verzichten solltest

Kontaktdaten:

Karriereberaterin Sylvia Kieselbach vom Career Service der Uni Tübingen rät: "Die Kontaktdaten kann man im Briefkopf zusammenfassen. Bitte eine seriöse E-Mail-Adresse mit Vor- und Nachnamen angeben."

Formatierung:

Vordrucke aus dem Internet nicht eins zu eins kopieren, selbst gestalten ist schöner. Dabei alles weglassen, was die Orientierung erschwert. Die Karriereberaterin sagt: "Bei viel Text sollte man Blocksatz wählen. Dabei eine simple Schrift wie Arial, Calibri oder Verdana verwenden, in Schriftgröße 10 oder 11." Und, wichtig: "Der Lebenslauf sollte nicht länger als eine Seite sein."

Daten:

Bei Zeitangaben reicht es, den Monat als Zahl zu notieren. Etwa: 10/2015 bis 02/2018

Praktika:

Die Karriereberaterin Kieselbach empfiehlt: "Zuerst die Position nennen, dann folgen Unterpunkte mit Schlagworten zu den einzelnen Tätigkeiten. Zum Beispiel: Künstlerbetreuung oder Verfassen von Pressemitteilungen."

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 2/2018.

Lücken:

Lücken solltest du nicht vertuschen. Du bist nach dem Abitur erst mal sechs Monate durch Südamerika getourt? Super, sag das! Stehe selbstbewusst zu dem, was du in der Zeit gemacht hast.

Hobbys:

"Hobbys sollte man nur angeben, wenn sie Bezug zu Soft Skills haben", sagt die Karriereberaterin. "Leistungssport steht zum Beispiel für hohe Belastbarkeit."

Foto:

Ein Foto ist keine Pflicht mehr, ist in Deutschland aber noch üblich und kommt gut an. Die Karriereberaterin Sylvia Kieselbach sagt: "Passbilder sind zu klein, 4,5 mal 6 cm sind besser." Mach das Foto beim Fotografen. Die aus dem Automaten sehen nie professionell aus.

Nicht unnötig aufblasen:

Bitte nicht den Lebenslauf aufblähen und die Berufe der Eltern angeben. Auch die Grundschule gehört nicht rein.

Note angeben:

Die Abiturnote solltest du angeben. Wenn sie schlechter als 2,5 ist, kannst du sie aber auch weglassen. Wichtiges wie die Abschlussnote kannst du fetten, mehr aber nicht.

Sprachen und EDV-Kenntnisse:

Erwähne nicht nur, welche Software oder Sprachen du beherrschst, sondern auch, wie gut. Die Karriereberaterin sagt: "Man unterscheidet zwischen Muttersprache, fließend, verhandlungssicher und Grundkenntnissen."

Unterschrift, Datum, PDF:

"Den Lebenslauf muss man in Deutschland nicht unterschreiben. Trotzdem sehen das einige Personaler gerne", sagt die Karriereberaterin: "Und Ort und Datum dürfen nicht fehlen." Verschick dann am Ende alle Unterlagen als PDF-Datei.