In Deutschland wird zu wenig über die Pflege gesprochen. 20 Fragen, die Kinder ihren Eltern stellen sollten, bevor die womöglich zum Pflegefall werden.

Noch nie waren so viele Menschen pflegebedürftig wie heute: 3,5 Millionen Menschen sind es in Deutschland, zwei Drittel von ihnen werden zu Hause versorgt. Doch warum reden Kolleginnen und Freunde über den Kitaplatzmangel, aber nicht darüber, wie schwer ein gutes Pflegeheim zu finden ist? Was hindert Eltern und ihre erwachsenen Kinder daran, ehrlich über ihre Erwartungen zu sprechen? Im Schwerpunkt "Sprechen wir über Pflege" widmen wir uns auf ZEIT ONLINE diesen und weiteren Fragen: wie es sich anfühlt, über die Zukunft der Mutter zu entscheiden. Was die Belastung der Pflege mit einer Beziehung macht. Und was körperliche Nähe bedeutet, wenn man selbst gepflegt wird. Für diesen Schwerpunkt haben wir uns Fragen überlegt, mit denen Kinder ein Gespräch mit ihren Eltern beginnen können.

1. Was soll ich machen, wenn du ein Pflegefall wirst?

2. Gibt es jemanden, mit dem du darüber gesprochen hast?

3. Hast du Angst davor?

4. Wovor am meisten?

5. Muss ich nach Hause ziehen oder kommst du zu mir?

6. Kannst du dir vorstellen, dass ich dich wickele?

7. Kannst du dir vorstellen, dass eine wildfremde Person dich wickelt?

8. Hast du das Gefühl, du bist gut informiert?

9. Hast du dir schon mal überlegt, wie wir deine Pflege finanzieren?

10. Welches deiner Kinder soll dich pflegen? Eines? Wir alle?

11. Wärst du böse auf mich, wenn ich es nicht mache?

12. Enterbst du mich?

13. Wie oft soll ich dich besuchen kommen?

14. Kannst du dir vorstellen, ins Heim zu ziehen?

15. Wann glaubst du, ist der richtige Zeitpunkt dafür?

16. Was wäre dir bei der Auswahl wichtig?

17. Hast du eine Patientenverfügung?

18. Was steht da drin?

19. Was, findest du, schulde ich dir?

20. Was soll ich auf keinen Fall für dich tun?