Vor einem Jahr streikte Greta Thunberg zum ersten Mal. Seitdem ist sie zur Ikone einer Jugendbewegung geworden, die Politik und Gesellschaft herausfordert. Ein Rückblick

Fridays for Future

Am Anfang saß ein Mädchen auf der Straße, inzwischen streiken jeden Freitag Tausende, Zehntausende, manchmal Hunderttausende junge Menschen mit ihr: Vor einem Jahr, am 20. August 2018, protestierte Greta Thunberg zum ersten Mal vor dem schwedischen Parlament für mehr Klimaschutz. Nach und nach schlossen sich ihr Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt an, viele unter dem Motto "Fridays for Future".

In Deutschland hat die Bewegung in den vergangenen Monaten die öffentliche Debatte verschoben und den Klimawandel zu einem bestimmenden Thema gemacht. In Kneipen und sozialen Netzwerken wird über Flugscham und Zugstolz diskutiert, Politiker fast aller Parteien beschäftigen sich mit Kohleausstieg und CO2-Steuer.

Seit dem 20. August 2018 ist viel passiert. Greta Thunberg ist zu einem Weltstar geworden, Fridays for Future zur Jugendbewegung der Stunde. Die streikenden Schüler, allen voran Greta selbst, werden gelobt und getadelt, verehrt und verspottet.

Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse

Während Greta Thunberg durch Amerika reist, plant Fridays for Future den nächsten großen Streik: Am 20. September, kurz vor Beginn des Klimagipfels in New York, soll es wieder einen internationalen Protesttag geben. Dann will Fridays for Future nicht nur Schülerinnen, sondern die gesamte Gesellschaft auf die Straße bringen. Das Motto: "Alle fürs Klima".

Und am 10. Dezember, noch während der Klimakonferenz in Chile, könnte Greta die nächste Auszeichnung bekommen: Dann wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen, angeblich steht Greta auf der – streng geheimen – Kandidatenliste.