Jonathan Meese, 43, gehört zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Er malt riesige Bilder mit Namen wie "Mull Off Spielkindtiredaddy", spritzt und schreibt Räume voll und nennt die Installation "Walhalla-Club", zeigt bei Performances den Hitlergruß und ruft die "Diktatur der Kunst" aus. Die Konsequenz, mit der er arbeitet, hat er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) gelernt, wo er freie Kunst studierte. In der Mensa wollte er uns allerdings nicht treffen. Als Ersatz für das Fotoshooting hat er Collagen angefertigt, und wir haben ihn in seinem Berliner Studio getroffen. Am Ende kam seine Mutter Brigitte, 90, vorbei, die selbst zum Gesamtkunstwerk Meese gehört.