Gehalt ist nicht alles. Diese Fragen kannst du dir vor deinem ersten Job stellen.

Ist der erste Eindruck gut?

Die Personalabteilung meldet sich ewig nicht zurück, die Empfangsdame pampt dich an, und der Chef muss deinen Namen erst in der Bewerbung nachschlagen? Vielleicht hast du nur einen schlechten Tag erwischt. Es kann aber auch ein Zeichen sein, dass alle unter Druck stehen oder generell unfreundlich sind. Frag jemanden, der schon länger dort arbeitet.

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Passt die Stelle zum Privatleben?

Du brauchst viel Zeit für das Training und die Turniere deiner Volleyballmannschaft, außerdem möchtest du deine Fernbeziehung pflegen. Mit einem Job, bei dem du viel reisen und ständig Überstunden machen musst, wird das schwierig. Besser, du überlegst dir vorher, wo in den nächsten Jahren deine Prioritäten liegen sollen.

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Kann ich mich entwickeln?

Wenn alle interessanten Aufstiegsstellen auf Jahre hin vergeben sind, wirst du möglicherweise ewig auf demselben Posten festhängen. Hak ruhig nach, wie es mit denen weitergegangen ist, die vor einigen Jahren hier angefangen haben. Auf der Website kannst du nachsehen, welche Abteilungsleiter es gibt und ihr Alter einschätzen.

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Wie sind die Arbeitszeiten?

An einen Arbeitsrhythmus kann man sich gewöhnen, wer aber dauerhaft gegen seine innere Uhr arbeiten muss, wird nicht glücklich. Erkundige dich, wann die Kollegen morgens anfangen, wann sie abends gehen und wie die Abläufe sind. So siehst du, wann du fit und vor Ort sein musst. Vielleicht wirbt die Firma sogar mit flexiblen Arbeitszeitmodellen.

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Liegt das Unternehmen günstig?

Es macht einen Unterschied, ob du jeden Tag zwei Stunden im Stau verbringen musst, täglich in der überfüllten S-Bahn stehst oder dir auf dem Fahrrad morgens und abends noch ein paar Minuten der frische Wind um die Nase weht. Imbisse sind praktisch für die Mittagspause, ein oder zwei Läden nebenan für den Feierabendeinkauf.

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Gefällt es mir dort?

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 1/19. Das aktuelle Heft können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

Wo wirst du sitzen? Im dunklen Großraumbüro? In einem lichtdurchfluteten Loft? Die Umgebung beeinflusst, ob du dich wohlfühlst. Auch eine gute Kantine ist etwas Schönes. Klar, nur wegen der super Currywurst entscheidet sich keiner für ein Unternehmen. Aber es ist auch nicht verkehrt, wenn das Essen lecker und gesund ist.

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Welche Freiräume gibt es?

Bei manchen Unternehmen musst du jede Entscheidung erst von drei anderen Leuten absegnen lassen. So dauert alles länger, du bist aber auch nicht allein verantwortlich. Bei anderen lässt man dich einfach machen. Es ist Typsache, was einem besser gefällt. Auch wichtig: Wie streng sind die Regeln im Alltag: Musst du vor jedem Gang zum Bäcker um Erlaubnis bitten?

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Gibt es Widersprüche?

Laut Website setzt sich das Unternehmen für Diversity ein, aber auf den Gängen begegnen dir ausnahmslos weiße Männer mittleren Alters? Die Firma rühmt sich, ein großer Player der Branche zu sein, aber in der Branchenpresse taucht der Name niemals auf? In solchen Fällen solltest du misstrauisch werden und nachhaken.

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Will ich das wirklich?

Manchmal ist die Begeisterung über die erste Zusage so groß, dass sie Zweifel überdeckt, obwohl die berechtigt wären. Zum Beispiel wenn man sich eigentlich nur beworben hat, weil die Eltern wollten, dass man in der Nähe bleibt. Bevor du einen Vertrag unterschreibst, solltest du ehrlich zu dir sein: Bin ich von der Stelle überzeugt?

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