Die Eltern anpumpen, kellnern, Inventur im Supermarkt. Erste Hilfe, wenn das passiert, was nicht passieren sollte. Du hast wirklich kein Geld mehr.

Wo gibt’s die Jobs?

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Ratgeber Magazin 2/19. Das aktuelle Heft können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

Kellner werden immer und überall gesucht. Die Jobs sind oft nicht ausgeschrieben, am besten fragst du in deiner Lieblingskneipe nach. Zusätzlich zum Lohn bekommst du Trinkgeld, meist in bar direkt nach der Schicht. Noch schneller kommst du auf Messen zu Geld. Als Hostess oder Promoter verdienst du zwischen zehn und 15 Euro die Stunde und arbeitest oft bis zu zehn Stunden am Tag. So hast du nach vier Tagen auf einer Messe gleich mal rund 450 Euro mehr auf dem Konto. Du kannst auch als Inventurzählerin in einem Supermarkt arbeiten. Dort bekommst du allerdings meist nur Mindestlohn. Jobs auf Messen und bei Inventuren findest du über Zeitarbeitsfirmen wie Manpower, die häufig auf eBay Kleinanzeigen und Jobportalen wie stellenwerk.de oder jobmensa.de inserieren. Nach längerfristigen Gelegenheits- oder Minijobs kannst du in manchen Städten auch per App suchen, über Zenjob in München und Köln oder InStaff in Berlin, Rostock oder Hannover. Du willst allein entscheiden, wie viel Geld du verdienst? Dann schalte selbst eine Anzeige oder mach einen Aushang in der Uni: Baby- oder Hundesitter, Gitarrenlehrer oder Französisch-Nachhilfen werden immer gesucht.

Wie kommst du an Kohle?

Miste dein Zimmer aus und verkauf alte Bücher, Klamotten und Omas altes Kaffeeservice auf Seiten wie rebuy.de und gebraucht.de oder einem Flohmarkt. Achte darauf, wie hoch die Standgebühren sind, damit sich der Aufwand lohnt. Oder du bringst endlich die Pfandflaschen von der letzten WG-Party weg. Wenn du zum Friseur gehst, kannst du deine Haare zu Geld machen: Je nach Länge, Farbe und Gewicht zahlen Perückenhersteller wie haarankauf.com bis zu 60 Euro für deinen Zopf. Auch deine letzte Hausarbeit kannst du verkaufen. Auf Plattformen wie grin.com bekommst du 40 Prozent vom Downloadpreis der Arbeit. Schnelles Geld gibt es auch bei medizinischen Studien: Psychologie- und Medizinstudierende suchen häufig Probanden für Gedächtnisaufgaben, Entscheidungs- oder Stresstests, Flyer liegen meist in der Cafeteria oder Mensa aus. Du bekommst eine Aufwandsentschädigung, für eine halbe Stunde bis zu zehn Euro. Außerdem kannst du dein Blut oder Plasma spenden. Dafür bekommst du jedes Mal 20 bis 25 Euro. Noch besser: Spende deine Thrombozyten. Die sind in deinem Blut für die Gerinnung zuständig. Dafür gibt’s rund 50 Euro, alle zwei Wochen kannst du spenden gehen.

Wen pumpst du an?

Zuerst die Eltern und Freunde anpumpen, die verlangen keine Zinsen. Erst danach solltest du über einen Kredit nachdenken. Bei einem Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau kannst du bis zu 650 Euro im Monat bekommen. Das Geld musst du nach Studienende zurückzahlen, zuzüglich 4,17 Prozent Zinsen pro Jahr. Bist du in der Endphase der Masterarbeit, kannst du einen Bildungskredit beantragen: Zwei Jahre lang kannst du jeden Monat bis zu 300 Euro bekommen oder einmalig 3600 Euro. Das Geld musst du erst vier Jahre nach der ersten Rate mit 0,73 Prozent Zinsen zurückzahlen. Übrigens: Das Centrum für Hochschulentwicklung gibt jedes Jahr eine Übersicht über die besten Studienkredite und Bildungsfonds heraus.