"Free, free Palestine", rufen die Protestierenden, die sich am Donnerstag vor dem Hauptgebäude der Freien Universität versammelt haben. Die Gegendemonstranten brüllen zurück: "From Hamas." Jemand hält ein Schild, auf dem steht: "Intifada bis zum Sieg." Irgendwer ruft, die Demonstrant:innen sollen sich verpissen.

Wenige Tage nach dem Angriff auf den jüdischen FU-Studenten Lahav Shapira könnte die Kluft zwischen den propalästinensischen und proisraelischen Studierenden an der FU Berlin nicht größer sein. Ihr Konflikt begann mit dem 7. Oktober, im vergangenen Dezember hatten propalästinensische Studierende dann einen Hörsaal besetzt. Die Protestierenden meinten, dass die Universitätsleitung das Leid der Menschen in Gaza zu wenig anerkenne – und Israel nicht ausreichend als Täter benenne. Jüdische und israelische Studierende demonstrierten dagegen. Am Ende räumte die Polizei den Saal.