Warum Wasser kaufen, wenn es das kühle Nass an jeder Ecke gratis gibt? Der Refill-Trend ist nach Hamburg geschwappt. Immer mehr Restaurants, Bars und Cafés machen mit.


Was haben der Coworking-Space Betahaus, das Café unter den Linden oder die Warenwirtschaft Cafébioladenkollektiv gemeinsam? Erstens: Sie befinden sich in Hamburg. Und zweitens: Sie nehmen am Refill-Projekt teil, was man an blauen Aufklebern an den Türen oder Fenstern der Läden erkennt. Es gibt dort also Leitungswasser kostenlos. Alles, was man braucht, ist eine nachfüllbare Flasche.

 

Initiiert hat das Projekt Stephanie Wiermann. Die Grafikerin und Webdesignerin will die Hamburger dazu bringen, auf umweltschädliche Einwegflaschen zu verzichten. Im März 2017 fiel der Startschuss, über 30 Restaurants, Cafés, Bars und andere Locations machen inzwischen mit. Eine Übersicht gibt es auf dieser Karte.

 

Die Idee für die Aktion kommt aus England: In Bristol läuft das Refill-Projekt schon seit zwei Jahren. Aktuell gibt es dort bereits über 200 Abfüllstationen. Auch andere Städte wie etwa Cornwall, Brighton oder Norwich machen mit.

Der Refill-Trend ist ganz im Sinne des Umweltschutzes. Anfang Juni widmete sich beispielsweise die erste Konferenz der Vereinten Nationen – die UN Ocean Conference in New York – ganz dem Schutz der Ozeane. Korallensterben, Übersäuerung, steigende Meeresspiegel, Zonen ohne Sauerstoff: Die Probleme sind riesig. Vor allem beim Plastikmüll. Laut UN befinden sich aktuell schätzungsweise 140 Millionen Tonnen Abfälle im Meerwasser, der Großteil Kunststoffverpackungen und Kunststoffreste.



Weltweit wird eine Müllautoladung mit Kunststoffen ins Meer gekippt – pro Minute. Im Pazifik haben sich bereits Inseln aus Plastikmüll gebildet, von denen einige so groß sind wie Mitteleuropa. Im Jahr 2050 könnte es mehr Plastik im Meer geben als Fische, warnt die WDC (Whale and Dolphin Conservation), eine gemeinnützige Organisation zum Schutz von Walen und Delfinen.

Die Refill-Bewegung mag angesichts dieser unfassbaren Müllmengen nur ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz sein. Aber es ist ein Ansatz, bei dem jeder ohne große Mühe mitmachen kann. Schließlich braucht man nur eine auffüllbare Flasche. Die fill&go Vital von BRITA ist für diesen Zweck ideal. Sie fasst 600 Milliliter und passt damit in beinahe jede Tasche. Sie ist frei von schädlichen Weichmachern und kann überall aufgefüllt werden. Und vor allem verfügt sie über einen praktischen Aktivkohlefilter, der für stets wohlschmeckendes Wasser sorgt. Und damit spart man sich auch unterwegs den Kauf von Plastik-Einwegflaschen.


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