Wer viel denkt, muss regelmäßig trinken. Das steigert die Konzentration, die geistige Leistungsfähigkeit – und hebt sogar die Stimmung.

Links rein, rechts raus: Was der Prof da vorn erzählt, kommt bei Julian nicht mehr an. Nach drei Vorlesungen am Stück ist es vorbei mit der Konzentrationsfähigkeit. Er fühlt sich schlapp. Der Magen knurrt. Durst hat er schon lange.

 

Alarmstufe rot

Endlich ist auch die dritte Vorlesung vorbei. Höchste Zeit für den Gang in die Mensa. Ein Schluck Wasser muss sofort her. Aber eigentlich greift Julian viel zu spät zur Flasche. "Das Durstgefühl drückt bereits eine negative Wasserbilanz aus", warnt Kerstin Köhnke, Expertin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Regelmäßig zu trinken ist ihrer Meinung nach essenziell – nicht nur für den Kreislauf, sondern auch für die geistige Leistungsfähigkeit.

 

Jeder menschliche Körper besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser. Da wir über Nieren, Haut und Lunge täglich etwa 2,5 Liter Wasser ausscheiden, müssen wir diese Menge dem Körper auch wieder zuführen. Das Blut besteht sogar zu 90 Prozent aus Wasser. Es transportiert den Sauerstoff von den Lungen in die Organe, zu allererst in das Gehirn. Pro Minute werden die grauen Zellen von 500 bis 700 Millilitern Blut durchspült – wenn es denn flüssig genug ist. Haben wir länger nicht getrunken, verdickt das Blut und fließt nur noch langsam. Das Gehirn leidet an Sauerstoffmangel.

 

Dehydrierung führt zu Anspannung

Dass dies zu Konzentrationsschwäche führt, liegt auf der Hand. Zwei Studien der Universität Connecticut/USA aus den Jahren 2011 und 2012 haben ergeben, dass bereits ein Flüssigkeitsmangel von 1,5 Prozent sich nicht nur negativ auf das Erinnerungsvermögen und die Lernfähigkeit auswirkt. Auch Gefühle wie Angst, Anspannung und Müdigkeit können Folge einer Dehydrierung sein.

 

An der Uni und in der Schule, wo das Gehirn besonders gefordert wird, ist das regelmäßige Trinken umso wichtiger. Die Ernährungswissenschaftlerin Petra Lührmann und die Gesundheitspsychologin Birte Dohnke, beide von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, haben herausgefundenen, wie eng Trinken und Lernen tatsächlich zusammenhängen. Sie untersuchten in einer Studie 270 Fünft- und Sechstklässler. Eine Kontrollgruppe durfte Wasser während des Unterrichts trinken, die andere nicht. Nach acht Wochen zeigte sich: Die Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig Wasser getrunken haben, konnten sich besser konzentrieren und fanden den Unterricht weniger schwer. "Schüler, die innerhalb von 30 Minuten vor einem Leistungstest getrunken hatten, erzielten bessere Ergebnisse", so die beiden Expertinnen.

 


Wichtig ist also nicht nur die Gesamtmenge, die am Tag getrunken wird, sondern auch die Regelmäßigkeit – möglichst bevor das Durstgefühl einsetzt. Und es müssen keine isotonischen oder zuckerhaltigen Getränke sein. Leitungswasser reicht vollkommen. Einfach in eine Wasserflasche, beispielsweise die fill&go Vital von BRITA, füllen.  Der darin integrierte Aktivkohlefilter reduziert störende Geschmackstoffe wie Chlor und macht das Leitungswasser zu Leistungswasser – regelmäßig ein Schluck, und das Examen wird (fast) zum Kinderspiel.


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