Wenn Unternehmen im Wettbewerb bestehen wollen, brauchen sie konkurrenzfähige Produkte, Verfahren und Technologien. Die praxisorientierte Forschung der TH Mittelhessen hilft bei ihrer Entwicklung.

Im Hochtemperaturspeicher erzeugen elektrische Heizelemente Wärme von bis zu 1100 Grad. (Foto: TH Mittelhessen)


Ein Schwerpunkt in Forschung und Lehre ist die Energieversorgung. Ziel eines vom Bundeswirtschaftsministerium mit 4,7 Millionen Euro geförderten aktuellen Projekts ist die energieeffiziente Ausstattung eines Stadtquartiers in Gießen. Die Hochschule kooperiert dabei mit der Kommune, den Stadtwerken, dem lokalen Netzbetreiber und einem Spezialisten für Batterie-Speichertechnologien.

Die Stadt plant am östlichen Innenstadtrand auf einem ehemaligen US- Gelände ein neues Areal mit über 300 Wohnungen und Gewerbebauten. Auf mindestens 50 Prozent der Wohndachflächen werden Photovoltaikanlagen mit 500 bis 1500 Kilowatt Leistung errichtet. Soll die Energiewende gelingen, benötigt man intelligent und flexibel eingebundene Speicher und Verbraucher, um die stark schwankende Einspeisung von Strom auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren.

Kernstück des Energiemanagements im geplanten "FlexQuartier" ist ein neuartiges Speichersystem, das drei verschiedene Technologien kombiniert. In einem Hochtemperaturspeicher werden elektrische Heizelemente aus überschüssigem Strom Wärme von bis zu 1100 Grad erzeugen. Diese wird in Keramikelementen gespeichert und bei Bedarf über eine Gasturbine in Strom und Heizenergie umgewandelt. Die dabei entstehende Abwärme wird im Fernwärmenetz, in einem großvolumigen Warmwasserspeicher und mittels Wärmepumpe genutzt. Drittes Element des Systems ist ein zentraler Batteriespeicher für Strom.

Die Projektpartner erwarten, dass die erarbeiteten Lösungen überregional als Vorlage für die Planung energetisch integrierter Stadtquartiere der Zukunft dienen, in denen der Energiebedarf auf dem Strom-, Wärme- und Verkehrssektor effizient gedeckt wird.


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