Die Universität Bremen gehört weltweit zu den besten jungen Forschungsuniversitäten. Sie ist ein inspirierender Ort für die Wissenschaft – vielfältig, kooperativ und experimentierfreudig. Als Teil der YUFE-Allianz baut sie mit sieben weiteren Partnerhochschulen in den nächsten Jahren eine der ersten europäischen Hochschulen auf. Ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind weltweit vernetzt und sehr erfolgreich in der Einwerbung von Drittmitteln.

Der Tauchroboter MARUM-QUEST gehört zu den Großgeräten, die für die Forschung am MARUM eingesetzt werden. Mit seinem ferngesteuerten Greifarm können Forschende in Wassertiefen bis 4.000 Meter Proben am Ozeanboden nehmen. © MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Aus der engen Zusammenarbeit in der Region entstand 2016 die U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und Dynamik der Universität haben auch zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender Innovationsstandort entstanden – mit der Universität Bremen im Mittelpunkt. Sie alle arbeiten in Forschung und Transfer an den drängenden Fragen der Gesellschaft. Schwerpunkte sind etwa der Klimawandel, die soziale Ungleichheit, Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI), die Entwicklung neuer Materialien und die Zukunft des Gesundheitssystems.

 

Exzellenzcluster in der Meeresforschung

 

Einen wichtigen Beitrag für die Klimaforschung und die Erforschung der Ozeane leistet der neue Exzellenzcluster "Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde" am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Der Ozeanboden macht rund 71 Prozent der Erdoberfläche aus. Auch wenn bislang nur ein sehr geringer Teil davon erforscht werden konnte, ist sicher, dass er eine wichtige, dynamische Schnittstelle mit weitreichenden Funktionen für das gesamte Erdsystem bildet. Eine wichtige Rolle spielt der Ozeanboden zum Beispiel für das Klimasystem und den globalen Kohlenstoffkreislauf. Denn am und im Ozeanboden wirken geologische, physikalische, chemische und biologische Prozesse aufeinander ein. Um diese Prozesse zu verstehen, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie genau zum Beispiel der Transport der zum Boden sinkenden organischen Überreste von Pflanzen und Tieren funktioniert. Zudem untersuchen die Forscherinnen und Forscher vom MARUM und den Partnereinrichtungen, wie die sensiblen Ökosysteme in der Tiefsee auf die sich verändernde Umwelt und die steigenden Temperaturen weltweit reagieren. Langfristig zielt der Cluster darauf ab, die Austauschprozesse an dieser bedeutenden Grenzfläche und deren Rolle im Erdsystem zu quantifizieren.

 

Besondere Tauchroboter im Einsatz

 

Um den Ozeanboden zu erforschen, sind Schiffsexpeditionen und hochspezielle Großgeräte erforderlich. Denn mit einer durchschnittlichen Tiefe von 3.700 Metern unter dem Meeresspiegel ist diese Region für den Menschen nur schwer zugänglich. Darum sind am MARUM besondere Tauchroboter, Bohrgeräte und autonome Unterwasserfahrzeuge im Einsatz. Sie wurden für die Herausforderungen in diesem Forschungsbereich konzipiert. Um diese vielfältigen und herausfordernden wissenschaftlichen Aufgaben anzugehen, entwickeln Forscherinnen und Forscher nicht nur neue Technologien, sondern auch neue analytische Methoden und Modelle. Dafür arbeitet das MARUM im Exzellenzcluster auf interdisziplinärer Ebene eng mit anderen Einrichtungen in der Region sowie weltweit zusammen.



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