Alle drei Jahre erfasst das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) - eine von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragene Einrichtung - in Zusammenarbeit mit der ZEIT die Forschungsleistungen von einem Teil der wichtigsten Universitätsfächer.


Folgende Fächer wurden 2008 neu bewertet:

Die Stärke einer Universität zeigt sich in ihren Disziplinen. Sinnvoll vergleichen lassen sich Hochschulen nur, indem man die Qualität der Forschung in einzelnen Fächern gegenüberstellt. Jedes Jahr erfasst das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit der ZEIT die Forschungsleistungen eines Teils der wichtigsten Universitätsfächer. In diesem Jahr bewertet das CHE – eine von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragene Einrichtung – drei sozialwissenschaftliche Fächer neu: die Volkswirtschaft (VWL), die Betriebswirtschaft (BWL) sowie die Soziologie/Sozialwissenschaft. Dabei erstellt das CHE keine Ranglisten wie in der Bundesliga, sondern versammelt diejenigen Universitäten in einer Spitzengruppe, die in der jeweiligen Disziplin besonders forschungsstark sind. Zur Ermittlung der wissenschaftlichen Qualität dienen folgende Leistungsmerkmale:

  • Die Höhe der Drittmittel eines Fachbereichs sagt sowohl etwas über die Forschungsaktivität als auch über die Forschungsqualität aus. Denn die Professoren müssen diese Gelder von privaten und öffentlichen Gebern (wie etwa der Deutschen Forschungsgemeinschaft) im Wettstreit mit anderen Wissenschaftlern einwerben.
  • Publikationen dokumentieren die Forschungsleistung eines Fachbereiches. In der Regel handelt es sich in den Sozialwissenschaften um Aufsätze in Fachjournalen. Dabei sind die Fachkulturen unterschiedlich. Während einige Disziplinen stärker national publizieren wie die Betriebswirtschaft, haben etwa in der Volkswirtschaft internationale Veröffentlichungen den gleichen Rang. Da zudem nicht jede Veröffentlichung denselben Stellenwert hat, gewichtet das CHE nach Seiten- und Autorenzahl.
  • Die Promotionen wiederum verweisen auf die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wo viele Promotionen entstehen, steigt in der Regel die Forschungsleistung.
  • Außerdem hat das CHE Professoren gefragt, welche fünf Hochschulen sie in ihrem eigenen Fach in der Forschung als herausragend betrachten (Reputation). Dieser Indikator dient auch als Hinweis, ob Image und reale Forschungsstärke übereinstimmen. Da dieser Indikator nicht auf Fakten, sondern auf subjektiven Einschätzungen beruht, wird er zwar ausgewiesen, aber nicht für die Berechnung der Spitzengruppe verwendet.