Harvard rules. Die amerikanische Traditionsuni führt auch in diesem Jahr das Academic Ranking of World Universities der Shanghaier Jiaoting-Universität an, das jährlich die 500 besten Universitäten der Welt ermittelt. Amerikanische Universitäten führen auch sonst wie gewohnt das Feld an - Stanford und Berkley folgen, das Massachusetts Institute of Technology gelangte auf Platz fünf. Gebrochen wird die amerikanische Vorherrschaft nur von zwei ewigen Konkurrenten, den britischen Universitäten Cambridge (Platz vier, 2006 Platz zwei) und Oxford (Platz zehn, 2006 ebenfalls Platz zehn). Auf den ersten Plätzen hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas verändert.

Weltbeste deutsche Universität kann sich nach dem internationalen Ranking die Ludwig-Maximilians-Universität München nennen. Sie schaffte es zwar nicht einmal unter die ersten fünfzig, teilt sich aber den 53. Platz mit der medizinischen Universität Karolinska Institut im schwedischen Solna und mit der schottischen Universität Edinburgh. Die Technische Universität München folgt auf Platz 56.

Unter die ersten Hundert schafften es außerdem noch die Unis Heidelberg (Platz 65), Göttingen (87), Freiburg (94) und Bonn (99) - bis auf letztere waren alle auch bereits im Ranking des vergangenen Jahres unter den besten Hundert.

Die Jiaoting-Universität in Shanghai führt das Ranking seit 2003 einmal jährlich durch, ursprünglich um chinesische Universitäten international vergleichen zu können. In die Bewertung fließen sowohl die Forschungsleistung der Alumni als auch des aktuellen Personals mit ein, wie auch die akademische Leistung in Bezug zu der Größe einzelner Institute.

Doch ist das Ranking nicht unumstritten. Kritiker bemängeln zum einen, dass Nobelpreise rückwirkend bis 1911 berücksichtigt werden. Auch würden durch die hohe Gewichtung von Veröffentlichung im Web of Science naturwissenschaftlich ausgerichtete Hochschulen bevorzugt. Ein Kritikpunkt aus deutscher Sicht ist außerdem, dass außeruniversitäre Forschung nicht in die Bewertung mit einfließt.