Die neuen deutschen Elite-Unis stehen fest: Die Technische Hochschule Aachen, die FU Berlin sowie die Universitäten Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz erlangen den begehrten Status der "Elite-Uni". Diese Entscheidung traf der zuständige Bewilligungsausschuss am Freitag in Bonn.

Im Finale der zweiten Runde der sogenannten Exzellenzinitiative waren daneben noch die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Bochum, beide Universitäten gingen allerdings leer aus.

Mit dem staatlichen Förderprogramm soll die Spitzenforschung an deutschen Hochschulen ausgebaut und der Wissenschaftsstandort Deutschland gestärkt werden.

In dem Bund-Länder-Programm stehen von 2006 bis 2011 für fünf Jahre insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Mittel für die siegreichen Universitäten werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern getragen. Ob das Programm über 2011 hinaus weitergeführt wird, muss noch entschieden werden.

Das Geld soll in drei Förderkategorien eingesetzt werden: für Zukunftskonzepte bereits erfolgreicher Hochschulen als Elite -Universitäten, für Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und für Spitzenforschungszentren (Exzellenzcluster). Ein relativ großer Teil der Mittel soll an wenige Elite-Universitäten (je Hochschule etwa 100 Millionen Euro) fließen. Die Anzahl dieser Elite-Unis ist nicht vorgegeben.

In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 schon drei Elite-Universitäten gekürt worden: die TU München, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die TU Karlsruhe. In zwei Ausschreibungsrunden konnten sich sämtliche deutschen Universitäten bewerben.