Besonders beliebt bei deutschen Studenten sind einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge die westlichen Nachbarn, allen voran die Niederlande - zum Beispiel Maastricht im deutsch-niederländisch-belgischen Dreiländereck.

Gleich an zweiter Stelle in der Gunst der Studenten steht Großbritannien. Das liegt am hervorragenden Ruf vieler Hochschulen, allen voran natürlich Cambridge. Österreich folgt als dritt-beliebtestes Land deutscher Studenten - auch wenn das deutschsprachige Ausland Personalexperten zufolge weniger gut im Lebenslauf aussieht als Länder, in denen Studenten bei ihrem Aufenthalt gleich noch eine Fremdsprache einüben.

Viele Studenten flüchten vor dem Numerus Clausus in die Alpenrepublik, den Studiengebühren jedoch entkommen sie auch hier nicht .

Um im europäischen Ausland studieren zu könnene, eignet sich vor allem das Erasmus-Programm der EU zu einer optimalen Vorbereitung und Betreuung. Es gibt natürlich auch andere Programme, etwa für diejenigen, die in einem der Länder studieren wollen, die sich zwar bereits dem Bologna-Prozess, noch nicht aber dem Erasmus-Programm angeschlossen haben. Diese Studenten können sich beim DAAD um ein sogenanntes Free-Mover-Stipendium bewerben.

Damit gibt es auch für Aufenthalte in der Schweiz oder den Ländern des westlichen Balkans Geld. Jedes Jahr bekommen dabei 1100 Studenten im Schnitt 125 Euro monatlich und haben außerdem Aussicht auf einen einmaligen Reisekostenzuschuss von 250 Euro.

Um insbesondere Aufenthalte in den Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie den GUS-Staaten zu bewerben, hat der DAAD die Plattform Go East eingerichtet. Hier findet man Informationen zu Förderprogrammen jenseits von Erassmus sowie Hochschulkooperationen und Erfahrungsberichte.

Das Netzwerk der "Jungen Osteuropa-Experten" hilft deutschen Studenten, bürokratische Hürden zu nehmen und Veranstaltungen wie Seminare oder Sprachkurse zu finden .