Film

Was gehört dazu?

Die größten Einsatzfelder sind Regie und Kamera, aber auch Drehbucharbeit, Ton und Musik, Bildschnitt und digitale Bearbeitung gehören dazu. Erst studiert man die Grundlagen, dann einen Schwerpunkt. Richtungen wie Regie, Kamera oder Produktion werden teilweise auch als eigene Studiengänge angeboten.

Wo studiert man das?

Es gibt in Deutschland acht Filmhochschulen und -akademien, die zum internationalen Filmhochschulverband gehören. Sie haben gemeinsame Ausbildungsstandards. Dennoch gibt es Unterschiede. Das Studium an der Hamburg Media School sei zum Beispiel sehr durchstrukturiert, in Berlin an der DFFB habe man hingegen mehr Gestaltungsspielraum, sagt Janina Sara Hennemann vom Verbund deutscher Filmhochschulstudenten.

Wie bewirbt man sich?

Bei den Filmhochschulen reicht man meist einen eigenen Kurzfilm ein. In der zweiten Runde muss man weitere Aufgaben meistern, etwa in 48 Stunden einen Film zu einem vorgegebenen Thema drehen oder bei einer Regieprüfung etwas mit Schauspielern inszenieren. "Man sollte auf jeden Fall schon Praktika am Filmset gemacht haben", empfiehlt Hennemann. Diese Erfahrung helfe gegen unrealistische Erwartungen. "Manchmal haftet der Arbeit beim Film noch eine falsche Glamour-Vorstellung an."

Was wird man damit?

Im Idealfall arbeitet man für Film und Fernsehen an der Kamera, am Drehbuch oder als Regisseur. Meist startet man mit Assistenten-Stellen und arbeitet sich langsam hoch. Producer sind oft angestellt, im Bereich Regie und Kamera sind die meisten Freelancer.

Hier geht es weiter:

Filmstudenten-Portal: Mit Liste der Filmhochschulen und Infos zu Förderung und Festivals verbund-filmstudenten.de Onlineportal: Hinweise zu Förderung und Filmausbildung mit Linksammlung unter "Adressen", dann "Links" kinofenster.de

Musik

Was gehört dazu?

Alle Instrumente, aber auch Gesang, Dirigieren oder Musik- und Sound-Produktion. Im Musikstudium liegt der Schwerpunkt auf dem Musizieren, es geht aber auch um Musikpädagogik. Davon zu unterscheiden sind musikwissenschaftliche Studiengänge, die Musik und Musikgeschichte wissenschaftlich analysieren.

Wo studiert man das?

In Deutschland gibt es etwa 30 Musikhochschulen, Musikstudiengänge findet man aber auch an manchen Unis und FHs. Zudem gibt es viele kostenpflichtige private Musikakademien. Normalerweise hat man ein Hauptfachinstrument und ein Nebenfachinstrument. Sehr bedeutsam für die Studienwahl ist der Lehrer im Hauptfach, bei dem man Einzelunterricht erhält. Musik auf Lehramt kann man nicht nur an Unis, sondern auch an Musikhochschulen studieren.

Wie bewirbt man sich?

Entscheidend bei Instrumental- und Gesangsstudenten ist das Vorspielen beziehungsweise Vorsingen vor einer Auswahlkommission. Bewerber müssen Stücke aus verschiedenen Epochen vortragen. Für viele Studiengänge muss man zudem Klavier spielen können. Einige Hochschulen testen die Bewerber auch in Gehörbildung, Formenlehre und Musikgeschichte. Dafür gibt es häufig vor Ort Vorbereitungskurse – diese sollte man nutzen.

Was wird man damit?

Nicht jeder Musikstudent wird später Berufsmusiker, dafür gibt es nicht genügend Plätze in Orchestern, Chören, Theatern oder Opernhäusern. Viele arbeiten als private Musiklehrer oder an Musikschulen, einige machen auch Jobs im musiktechnischen Bereich, beispielsweise als Toningenieur, Produzent oder Sounddesigner.

Hier geht es weiter:

Infoplattform: die-deutschen-musikhochschulen.de
Konzerte:
Videos zeigen außergewöhnliche und interdisziplinäre Projekte von Musikhochschulstudenten auf konzertreihe.net

Mode

Was gehört dazu?

Mode- und Textildesign, aber auch Produktgestaltung, Bekleidungstechnik, Modemanagement oder Modejournalismus.

Wo studiert man das?

An Fachhochschulen und einigen wenigen Universitäten und Kunsthochschulen sowie an zahlreichen privaten Akademien. "Leider gibt es im Modebereich keine allgemeinen Ausbildungsstandards, also sollte man sich die Studienschwerpunkte bei jeder Hochschule ganz genau anschauen", rät Mara Michel, die Geschäftsführerin vom Verband Deutscher Mode- und Textildesigner.

Wie bewirbt man sich?

Bewerber für designorientierte Modestudiengänge müssen meist Arbeiten einreichen. Das können Zeichnungen sein (nicht nur zum Thema Mode!), manchmal aber auch andere Werke, etwa eine Häkelmütze oder eine Origamiarbeit. Häufig folgen Eignungsprüfungen, in denen man Aufgaben bearbeitet, zum Beispiel verschiedene Gegenstände in Kombination zeichnet. Zusätzlich gibt es oft Auswahlgespräche, in denen es um die Motivation für ein Modestudium geht.

Was wird man damit?

Manche arbeiten klassisch als Modedesigner – entweder angestellt, oder sie übernehmen als Freelancer Aufträge von Unternehmen. Jobs gibt es aber zum Beispiel auch als Stylist, im Trendmanagement, in der Modeillustration oder dort, wo Schaufenster oder Filmkulissen erstellt werden. Wer einen wirtschaftlichen Schwerpunkt gesetzt hat, kann ins Modemanagement oder den Vertrieb. "Man sollte bereits im Studium überlegen, wo man hinwill, und den Fokus entsprechend wählen", rät Mara Michel.

Hier geht es weiter:

Infoplattform: mode-studieren.de
Buch:
VDMD-Schulbuch vom Verband Deutscher Mode- und Textildesigner mit Auflistung aller Hochschulen (60 Euro; das Buch kann in Berufsbildungszentren kostenlos eingesehen werden)