Wenn du Design studieren willst, musst du eine Mappe mit Arbeiten einreichen. Auf diese sieben Punkte solltest du achten.

1. Nimm dir Zeit

Ein Jahr, ein paar Monate oder wenige Wochen: Wie lange die Arbeit an der Mappe dauert, ist unterschiedlich. Fest steht aber: Da es auf die gedankliche Auseinandersetzung mit einem Thema ankommt, solltest du den Kopf dafür frei haben. Die Mappe parallel zur Abi-Vorbereitung zu gestalten ist ganz schön schwer. Überlege, ob es stattdessen nicht besser wäre, erst in der nächsten Bewerbungsrunde zu starten.

2. Zeig dich

Mit einem perfekt gezeichneten Turnschuh beeindruckst du die Prüfer nicht. Sie wollen sehen, dass du eigene Ideen hast, etwas ausdrücken willst und neugierig auf die Welt bist. Nur zu demonstrieren, dass man handwerklich gut ist, reicht daher nicht.

3. Check Termine

Schau dir die Bewerbungsfristen der Hochschulen genau an. Wenn du Teile der Mappe für mehrere Bewerbungen brauchst, prüfe, ob du die Werke rechtzeitig zurückbekommst.

4. Sprich über deine Ideen

Setz dich mit deinen Ideen für die Mappe nicht nur zu Hause am Computer oder auf dem Papier auseinander. Rede auch mit unterschiedlichen Menschen darüber, zum Beispiel mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn. Und hole dir Anregungen: Dafür kannst du zum Beispiel in Ausstellungen und ins Kino gehen oder Diskussionsrunden, Lesungen und Partys besuchen. Überlege, ob du deine Erlebnisse für dein Mappenthema verwenden kannst. Vielleicht hilft es dir für deine kreative Entwicklung auch, erst mal ein Design-Praktikum zu machen.

5. Hol dir Feedback

Die Hochschulen bieten regelmäßig sogenannte Mappenberatungen an. Es gibt Termine, zu denen die Professoren einladen, aber auch solche, bei denen du Studenten der Hochschule triffst. Du bekommst aus erster Hand Einschätzungen und Hinweise, wie du an deinen Entwürfen weiterarbeiten kannst. Auch wenn du erst ein paar Arbeiten vorzuweisen hast, bist du willkommen. Warte nicht zu lange. Denn erstens ist der Andrang zum Ende der Bewerbungsfrist größer und zweitens verlierst du weniger Zeit, falls sich herausstellt, dass du noch mal neu anfangen musst.

6. Schau mal vorbei

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Studienführer 2018/19.

Jede Hochschule setzt andere Akzente. Finde heraus, wo die Schwerpunkte jeweils liegen und wie Studenten und Professoren ticken. Erstens kannst du so erfahren, ob es dir dort gefallen würde. Und zweitens hilft dir das bei der Entscheidung, welche Werke du bei welcher Hochschule in deine Mappe legst. Eine super Gelegenheit für einen Besuch bieten die Mappenberatungen (siehe Punkt 5). Du kannst während des Semesters aber auch einfach so an der Hochschule vorbeischauen und mit Studenten sprechen.

7. Achte auf die Form

Wenn die Prüfer sich mit unsortierten Blättern oder nicht kompatiblen Datenformaten herumschlagen müssen, während sie Hunderte Arbeiten sichten, reagieren sie genervt. Halte deshalb unbedingt die formalen Vorgaben ein und achte darauf, dass man deine Arbeiten problemlos ansehen kann. Die Vorgaben findest du auf den Internetseiten des Studiengangs. Dort steht nicht nur, wie viele Arbeiten du mindestens und höchstens abgeben sollst, sondern auch, wie mit Werken verfahren werden soll, die man nicht einfach in eine Mappe legen kann, wie etwa Skulpturen oder digitale Arbeiten. Bleiben Zweifel, frage nach.