Ronald Friedrich, 39, bietet im Studierendenwerk Stuttgart eine kostenlose Finanzierungsberatung für Studierende an. Für ZEIT CAMPUS hat er die wichtigsten Fragen beantwortet.  

ZEIT Campus: Herr Friedrich, Sie beraten seit rund fünf Jahren Studenten bei der Studienfinanzierung. Welche Jobs für sie sind am besten bezahlt?

Ronald Friedrich: Je mehr passendes Vorwissen jemand für die Arbeit hat, desto höher ist in der Regel der Stundenlohn. Deshalb empfehle ich Jobs, in denen man sein Wissen aus dem Studium nutzen kann. Angehende Informatiker haben zum Beispiel bei IT-Firmen gute Chancen, Maschinenbauer in Ingenieurbüros.

ZEIT Campus: Wie viel verdient man damit?

Friedrich: Mit einem Job, für den man qualifiziert ist, kann man in vielen Fällen 12 bis 14 Euro pro Stunde verdienen, manchmal sogar noch mehr. Und man sammelt schon Erfahrung für den Beruf.

ZEIT Campus: Und wie sieht es bei einfachen Jobs aus?

Friedrich: Wer im Supermarkt die Regale auffüllt, bekommt in der Regel nur den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro. Aber dabei muss es nicht bleiben: In vielen Unternehmen kann man den Lohn durch Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit aufbessern. Auch beim Kellnern kann man übrigens gut verdienen – wenn das Trinkgeld stimmt.

ZEIT Campus: Darf man das Trinkgeld einfach behalten?

Friedrich: Laut Gesetz steht es der Person zu, die es vom Gast erhalten hat. Aber die Realität sieht in vielen Restaurants und Kneipen anders aus. Oft kommt das Trinkgeld in einen gemeinsamen Topf und wird später aufgeteilt. Das sollte man akzeptieren, gerade wenn man neu im Team ist. Jobs in der Gastronomie haben den Vorteil, dass man meist sofort starten kann. Und die Arbeitszeiten am Nachmittag oder Abend sind gut mit den Veranstaltungen an der Uni zu vereinbaren.