Du hast schon eine Idee, wo du dich einschreiben möchtest, bist dir aber noch nicht ganz sicher? Diese Fragen und Hinweise können dir helfen.

Worauf lasse ich mich da ein?

Früh aufstehen hast du schon in der Schule gehasst, und als Student willst du freie Zeit haben? In der Studienordnung kannst du nachsehen, wie viele Veranstaltungen du besuchen musst, welche Schwerpunkte es gibt und wie viel du selbst entscheiden kannst. Ob man von morgens bis abends in der Uni sitzt und wie hart die Prüfungsphase ist, erfährst du von Studenten in höheren Semestern.

Kann ich dort gut lernen?

Vom prunkvollen Palais aus dem 18. Jahrhundert bis hin zum kantigen 1970er-Jahre-Bau: Hochschulen können sehr unterschiedlich sein. Wo man sich wohler fühlt, ist Geschmackssache, aber wenn es im Gebäude schimmelt, dein Kurs wegen Wasserschäden ständig woanders stattfindet oder Baulärm in die Uni-Bibliothek dröhnt, wird es schwierig, sich aufs Studium zu konzentrieren.

Passt die Stadt zu mir?

Als Student verbringst du deine Zeit nicht nur an der Uni. Schau dir deshalb auch die Stadt vorher an. Welches Flair hat sie, und wo gehen die Studenten aus? Kommst du mit dem Dialekt der Gegend zurecht? Fühlst du dich dort wohl? Auf der Homepage der Uni kannst du nachsehen, wie weit du mit deinem Semesterticket fahren kannst und wie teuer die Heimreise wäre.

Gefällt mir der Schwerpunkt?

Jedes Fach besteht aus mehreren Teilgebieten, und je nach Uni sind sie unterschiedlich stark vertreten: Die eine Anglistik-Fakultät beschäftigt sich stärker mit Linguistik, bei der anderen gibt es mehr Veranstaltungen zu Gegenwartsliteratur. Schau einmal, welche Veranstaltungen angeboten werden und zu welchem Thema besonders viel Literatur in der Bibliothek steht.

Wie voll ist meine Vorlesung?

Natürlich kommt es auf das Fach an, aber in Großstadt-Unis ist es in der Regel voller als an Fachhochschulen auf dem Land. Auch bei den Bundesländern gibt es Unterschiede: In NRW kommen im Durchschnitt rund 91 Studenten auf einen Professor, in Thüringen nur 45. Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung listet die Zahl der Studenten.

Wer sind meine Profs?

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Studienführer 2018/19.

Worüber sie forschen und an welchen Themen sie interessiert sind, kannst du auf der Liste der Veröffentlichungen der einzelnen Professoren sehen, die meist bei ihrem Profil auf der Uni-Homepage stehen. Die Professoren an einer Fachhochschule müssen außerdem über Berufserfahrung verfügen, vielleicht ja sogar bei einem Unternehmen, das dich interessiert.

Welche Angebote gibt es?

Schau mal auf der Homepage nach, was die Hochschule noch alles anbietet: Vielleicht findest du im Sprachenzentrum die Sprache, die du schon immer mal lernen wolltest, oder Kurse für dein Fach wie "Englisch für Mediziner". Beim Hochschulsport gibt es je nach Ort auch Ausgefallenes wie Segeln oder Reiten. Am Career-Center kannst du dich auf Bewerbungen vorbereiten.

Wo sind die Gebäude?

Manche Hochschulen, wie etwa die Uni Bielefeld, bestehen aus einem zusammenhängenden Campus. Der Vorteil: Selbst wenn man Fächer an unterschiedlichen Fakultäten studiert, sind die Wege kurz. In Uni-Städten wie Marburg oder Tübingen verteilen sich Fakultäten, Bibliotheken und Mensen über die ganze Stadt. Für mehr Stadtleben muss man längere Wege in Kauf nehmen.

Was kostet ein Zimmer?

Für ihre Miete geben Studenten das meiste Geld aus, ergab die aktuelle Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Der Unterschied zwischen den Hochschulstandorten kann mehr als 100 Euro ausmachen. Während man in München im Durchschnitt 387 Euro für Miete und Nebenkosten zahlen muss, sind es in Leipzig nur 264 Euro.