Bafög

Bafög ist Geld, mit dem der Staat Studierende unterstützt. Man kann maximal 735 Euro pro Monat bekommen. Davon ist die Hälfte geschenkt. Die andere muss man später zinsfrei zurückzahlen. Ob du einen Anspruch auf Bafög hast, hängt unter anderem davon ab, wie viel deine Eltern verdienen. Mit Bafög-Rechnern im Netz kann man seine Chancen unverbindlich einschätzen. Sicher weiß man es erst, wenn das Bafög-Amt den Antrag geprüft hat. Dafür braucht man zunächst eine schriftliche Bestätigung der Uni für den Studienplatz. Ab Herbst 2019 soll es mehr Empfänger und mehr Geld geben. Die große Koalition plant, die Bedarfssätze, den Wohnzuschlag und die Einkommensfreibeträge in mehreren Stufen zu erhöhen. Der Bafög-Höchstsatz soll bis zum Jahr 2020 auf 861 Euro steigen.

Hier geht es weiter
Infoportal: bafög.de gibt Auskunft über Anträge und Regelungen
Zur Bafög-Reform: bit.ly/zs19_bfr

Nach oben Link zum Beitrag

Stipendien

Nicht für jedes Stipendium braucht man eine Eins vor dem Komma. Achte auch auf kleine, unbekannte Anbieter, und finde heraus, was für die einzelnen Stipendiengeber zählt. Manche Stipendien richten sich an bestimmte soziale Gruppen, etwa studierende Mütter oder Studierende mit Migrationshintergrund. Bei anderen muss man in derselben Stadt geboren sein wie der Stifter, bei wieder anderen sich mit bestimmten Themen beschäftigen. In vielen Fällen wird soziales Engagement verlangt. Die Aussichten auf ein Stipendium sind nicht schlecht: Laut einer Studie des Portals mystipendium.de und der Stiftung Mercator ist jede dritte Stipendienbewerbung erfolgreich. Neben Stipendien für den Lebensunterhalt gibt es auch Förderprogramme für Auslandsaufenthalte, Forschungsprojekte oder die Abschlussarbeit.

Hier geht es weiter
Infoportale: stipendienlotse.de; mystipendium.de; beide mit Datenbank und Suchfunktion; Begabtenförderungswerke: stipendiumplus.de

Nach oben Link zum Beitrag

Eltern

Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu unterstützen. Allerdings nur dann, wenn sie es sich leisten können. Konkret bedeutet das: Jedem Elternteil müssen nach Abzug anderer Unterhaltspflichten, zum Beispiel für jüngere Geschwister, 1300 Euro bleiben. Studierst du in der Nähe deines Zuhauses, können sie dich mietfrei bei sich wohnen lassen und damit einem Teil ihrer Verpflichtungen nachkommen. Der Bedarf eines Studierenden mit eigener Wohnung ist mit etwa 735 Euro angesetzt. Bafög, Kindergeld oder ein Stipendium werden von der Unterhaltspflicht der Eltern abgezogen. Wenn die Eltern zahlen, dürfen sie im Gegenzug auch Leistungsnachweise aus dem Studium verlangen. Übrigens: Viele Eltern zahlen sogar mehr als sie müssen.

Hier geht es weiter
Rechtslage: bit.ly/zs19_kg Kindergeld-Infos von der Agentur für Arbeit; bit.ly/zs19_kgII ist ein Überblick vom Studentenwerk Oldenburg

Nach oben Link zum Beitrag

Jobben

Studentenjobs findest du auf Online-Stellenbörsen und Job-Apps, auf den Internetseiten der Studentenwerke, am schwarzen Brett an der Universität oder durch Tipps von anderen Studierenden. Manchmal können auch Professoren helfen, denn einige haben gute Kontakte zu Unternehmen. Wer einen Studentenjob macht, hat Anspruch auf den Mindestlohn. Bis Ende 2019 beträgt der 9,19 Euro pro Stunde, zum 1. Januar 2020 soll er auf 9,35 Euro steigen. Als Produktionshelfer in der Industrie oder als Servicekraft auf Messen gibt es häufig mehr als zehn Euro pro Stunde. Beim Kellnern hängt der Verdienst auch davon ab, wie spendabel die Gäste mit dem Trinkgeld sind. Als besonders lukrativ gelten Kellnerjobs in guten Restaurants oder auf großen Volksfesten.

Hier geht es weiter
Jobbörsen: Angebote im Internet findest du zum Beispiel über studentenjobs24.de; studentjob.de; jobmensa.de; jobsuma.de

Neu am Kiosk

ZEIT Studienführer : Dein Wegweiser zum Studium

Von der Wahl des passenden Fachs über die Bewerbungsphase bis hin zum Studienbeginn – hier findet man alle Informationen für einen erfolgreichen Start in die Zukunft.

Mehr erfahren

Nach oben Link zum Beitrag

Kredite

Studienkredite gibt es bei staatlichen und privaten Banken, aber auch bei Studentenwerken und dem Bundesverwaltungsamt. Genutzt werden sie von rund vier Prozent der Studierenden. Neben allgemeinen Krediten gibt es spezielle Finanzierungen für die Abschlussphase des Studiums. Eine weitere Möglichkeit der Studienfinanzierung sind sogenannte Bildungsfonds. Anders als beim Kredit ist die Höhe der Rückzahlung einkommensabhängig, denn beim Bildungsfonds zahlt man nach dem Studienabschluss einen bestimmten Anteil des Gehaltes zurück. Bevor du überlegst, Geld aufzunehmen, solltest du sehr gründlich prüfen, ob es nicht doch eine andere Lösung gibt, also ob du zum Beispiel ein Stipendium bekommen oder Ausgaben senken könntest. Die Sozialberater der Studentenwerke können dir dabei helfen.

Hier geht es weiter
Kreditstudie: Das Centrum für Hochschulentwicklung vergleicht regelmäßig Angebote für Studierende: bit.ly/zs19_kredit

Nach oben Link zum Beitrag