Rund 40 Prozent aller Sozialwissenschafter arbeiten nach dem Studium an Universitäten. Das hat eine Studie im Rahmen der Diplomarbeit "Was machen eigentlich Sozialwissenschaftler?" an der Ruhr-Universität Bochum ergeben. Viele Absolventen wechselten später in die Industrie, in den Handel und zu Dienstleistungsunternehmen.

Ohnehin nimmt laut Studie der Trend zu Tätigkeiten in der Freien Wirtschaft zu. In der Privatwirtschaft seien ein bis zwei Sozialwissenschaftler je 4.000 Mitarbeiter beschäftigt, im Öffentlichen Dienst etwa doppelt so viele. Häufig würden sich die Absolventen dann nicht mehr als Sozialwissenschaftler bezeichnen.

Insgesamt sehen die Jobchancen für Sozialwissenschaftler eher kritisch aus. Die Arbeitslosenquote liege leicht über der "amtlichen" Arbeitslosenquote von 9,5 Prozent und damit drei mal so hoch wie bei anderen Akademikern. Der Anteil der unter 30-Jährigen habe sich dabei verringert: 1980 waren noch rund 40 Prozent der Twenties ohne Job, 1995 nur noch sieben Prozent. "Gründe dafür sind unter anderem längere Studienzeiten und weniger Berührungsängste mit wirtschaftsnahen Tätigkeiten", sagt der Autor der Diplomarbeit, Andreas Ortenburger.

Weitere Informationen finden sich unter:
http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2004/msg00007.htm