Gerade hat die Max-Planck-Gesellschaft so genannte Exzellenzzentren für die deutsche Wissenschaft gefordert und damit offenbar auch Gehör gefunden, da kommt schon die nächste Forderung: noch in diesem Jahr solle ein europäischer Forschungsrat eingerichtet werden. Der European Research Council sollte sich strikt an den international bewährten Standards einer unabhängigen Wissenschaftsförderung orientieren – über Forschungsprojekte sollte einzig nach der wissenschaftlichen Qualität und nicht nach wissenschaftsfremden Kriterien entschieden werden.

Auf Konferenzen in Lissabon und Barcelona hat die EU beschlossen, Europa bis zum Jahr 2010 zu der wettbewerbsfähigsten Wirtschafts- und Wissenschaftsregion auf der Welt zu machen und dazu die Ausgaben für Bildung und Forschung auf durchschnittlich drei Prozent des Bruttosozialprodukts zu erhöhen. Jetzt stehe die Europäische Union vor der Frage, auf welche Weise die Grundlagenforschung künftig auch auf europäischer Ebene verstärkt unterstützt werden soll. Nach Angaben der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt Bundesbildungsministerin Bulmahn die Forderung nach einem europäischen Forschungsrat.

Die Max-Planck-Gesellschaft im Internet:
http://www.mpg.de