Hinweise und Anregungen sind herzlich willkommen:mailto:jobnewsletter@zeit.dehttp://newsletter.zeit.de/*** INHALT ***1. Wie verhandle ich mein variables Gehalt?2. Studie: Mitarbeiter aus dem Netz3. Fernstudium: Angebot und Nachfrage steigt4. Sommeruniversität: Deutsch-Französisches Treffen in Lyon *** 1. Wie verhandle ich mein variables Gehalt? *** Von Felix UllmannSchon immer ist die Gehaltsverhandlung eine heikle Angelegenheit gewesen. Im Mittelpunkt stehen drei Fragen: Was verdiene ich zurzeit? Was will ich verdienen? Wie ist mein Marktwert? Verhandeln sie ein variables Gehalt, wird es komplizierter.Erfolgsabhängige VergünstigungenGeschickt ist, wer sich nicht auf das Grundgehalt versteift. Sagen sie ihrem derzeitigen oder künftigen Arbeitgeber, dass sie erfolgsabhängige Vergünstigungen als Bestandteil der Gesamtvergütung akzeptieren. Das können steuerfreie oder steuerermäßigte Zusatzleistungen, Sachleistungen, Direktversicherungen, Pensionszusagen sein. Auch sind bezahlte Weiterbildungsmaßnahmen, ein Dienstwagen, Essensgutscheine, Sprachurlaube, Extras wie Jobticket oder Kinderbetreuungszuschuss denkbar.Variable VergütungDie Wahrscheinlichkeit, dass man heute eine variable Vergütung angeboten bekommt, steigt. Zum einen nimmt die Zahl der Unternehmen mit variabler Vergütung ständig zu. Zum anderen dürfen immer mehr Gruppen von Angestellten erfolgsabhängig entlohnt werden.Im Großhandel etwa arbeiten die Mitarbeiter bereits auf niedriger Ebene im außertariflichen Bereich und damit auch erfolgsabhängig. Auch in der High-Tech-Industrie sind variable Vergütungsmodelle weit verbreitet. Bei Finanzdienstleistern und in der Chemiebranche entsteht zunehmend Spielraum für variable Vergütungskomponenten. Geänderte Tarifverträge machen die neue Flexibilität möglich.Falls das Unternehmen variable Gehälter zahlt, ihnen aber keins anbietet, sollten sie zumindest danach fragen. "Sie müssen sich aber vorher darüber im Klaren sein, wie sicherheitsbewusst sie sind", sagt Andrea Kahlert, Stellvertretende Leiterin Geschäftsbereich Vergütungsberatung der Unternehmensberatung Dr. Dr. Heissmann. "Je höher der variable Anteil, desto größer die Chance mehr zu verdienen - aber auch weniger".In klassischen Bereichen, wie im Controlling seien variable Vergütungsanteile in der Regel nicht besonders hoch, im Vertrieb dagegen sehr. Generell gelte: Je höher der Posten, desto größer die Variable, in Relation und absolut. Auf unterer Ebene liegt die Variable bei zehn Prozent der Gesamtvergütung, in der Führungsetage ist das Verhältnis zum Fixgehalt bis 50:50."Wichtig ist, zu wissen wie das Vergütungssystem im Unternehmen funktioniert", sagt Kahlert. In der Regel erfahre der Bewerber dies nur vom Arbeitgeber selber, wenn dieser ernsthaftes Interesse hat, meist ab dem zweiten Bewerbungsgespräch. Fragen, die dann zu stellen sind, lauten: Was sind die entscheidenden Faktoren für mein erfolgsabhängiges Gehalt? In welchem Verhältnis stehen Unternehmens-, Bereichs - und individueller Erfolg zueinander? Wie wird der Erfolg gemessen? "Je höher der individuelle Anteil in der variablen Vergütung, desto besser kann ich mein Gehalt beeinflussen", sagt die Vergütungsexpertin."Die Unternehmen unterscheiden zudem zwischen quantitativen und qualitativen Bemessungsgrundlagen", sagt Dirk Ewert, Manager und Vergütungsexperte bei der Unternehmensberatung Towers Perrin. Quantitativ messbar sind finanzielle Kennzahlen, wie etwa das Ergebnis des Unternehmens am Ende des Geschäftsjahres oder der Umsatz eines Bereiches. Individuelle qualitative Leistungen werden vorher mit dem Unternehmen vereinbart.Das kann etwa die fristgerechte Einführung einer neuen Software im Unternehmen sein, oder die Lieferung der Quartalsberichte an die Geschäftsführung innerhalb von 48 Stunden nach Ende des Berichtzeitraumes. Qualitative Leistungen können aber auch von der Beurteilung des Vorgesetzten abhängig sein und individuelle Eigenschaften betreffen, etwa die Zuverlässigkeit, die Selbständigkeit oder das Engagement des Mitarbeiters.* * Interview mit Dirk Ewert, Manager und Vergütungsexperte der Unternehmensberatung Towers Perrin **ZEIT online: Was sind die neusten Trends bei variablen Vergütungsmodellen?Ewert:Trend 1Die Bedeutung von Long-Term Incentives (LTI), also von Aktienoptions-Programmen, nimmt trotz der schlechten Kapitalmarktsituation weiter zu. Das Potenzial ist hierzulande bei weitem nicht ausgeschöpft. In den USA etwa sind aktienbasierte Vergütungselemente wesentlich stärker verbreitet. Um die Programme wieder attraktiver zu machen, werden sie von vielen Unternehmen umgestaltet. Dabei ziehen sie zunehmend Kennzahlen konkurrierender Unternehmen oder Branchen- und Kapitalmarkt-Indicies als Bemessungsgrundlage heran. (Siehe weiter unten: Mögliche Bestandteile eines Gehaltes von A-Z).Trend 2Mid-Term Incentives beginnen sich als neue variable Vergütungselemente zu etablieren. Früher gab es kurzfristige Variablen, die am Ende des Geschäftsjahres ausgezahlt wurden und langfristige Anreize, die auf fünf bis zehn Jahre angelegt waren. Da bestimmte Zielstellungen weder auf Jahresebene noch über einen sehr langen Zeitraum Sinn machen, etablieren sich verstärkt mittelfristig konzipierte Vergütungsbausteine (bis zu 3 Jahre). Sie können ebenfalls aktienbasiert sein, müssen aber nicht.Trend 3Die Chance auf eine variable Vergütung und damit auf ein höheres Gehalt sind gestiegen - aber auch das Risiko leer auszugehen. Je nach Geschäftslage und individueller Zielerreichung, sind auch Nullzahlungen bei den Boni möglich. In den USA ist dies beispielsweise - bei traditionell geringeren Grundgehaltswerten - schon üblich.ZEIT online: Was sind die Vorteile der variablen Vergütung?Ewert: Variable Vergütung ist eigentlich ein Privileg, denn je nach Vertrag gibt sie dem Mitarbeiter die Chance, bis weit über sein Grundgehalt hinaus dazu zu verdienen.Variable Vergütung bietet zudem mehr Verhandlungsspielraum beim nächsten Job. Zum Beispiel lässt sich nicht nur das Grundgehalt, sondern auch der variable Anteil erhöhen. Zudem lässt sich die Relation von Grund- und variablem Gehalt zugunsten des Bewerbers verschieben. Mit einem höheren Grundgehalt kann man bei der variablen Vergütung stärker ins Risiko gehen.Auch bei Gehaltserhöhungen kann variable Vergütung ins Spiel kommen. Erhöht sich mein Grundgehalt jährlich um fünf Prozent, kann ich vorschlagen, diesen Teil in eine variable Vergütungskomponente umzuwandeln. Stimmt das Unternehmen zu, sollte es aber auch mit ins Risiko gehen und einen eigenen Beitrag leisten - zum Beispiel durch die Aufstockung dieses variablen Satzes auf zehn Prozent.ZEIT online: Was sind die Risiken?Ewert: In wirtschaftlichen Krisenzeiten muss ein Mitarbeiter abschätzen, in wie weit sich variable Vergütung lohnt. Sind Ziele stark von der wirtschaftlichen Konjunktur abhängig, kann das die Bezüge aus der variablen Vergütung stark schmälern. Auch deshalb sollten die Vorgaben niemals rein quantitativer Natur und auch das Grundgehalt nicht zu gering angesetzt sein. Generell gilt: je höher das Gesamtgehalt in guten Zeiten werden kann, desto niedriger in schlechten.ZEIT online: Wie kann ich mein Risiko verringern?Ewert: Ziele sollten auf möglichst realistischer Basis gemeinsam mit den Vorgesetzten definiert werden. Es sollten auch immer qualitative und quantitative Komponenten ausgewogen berücksichtigt werden. Diese Ausgewogenheit ist aber immer von der Aufgabe und der Position abhängig.ZEIT online: Wie verhandle ich am besten mein variables Gehalt?Ewert: Im Bewerbungsschreiben sollte die Vorstellung des Gesamtgehaltes angeben werden, ohne die Relation zwischen Grundgehalt und variablen Anteil zu erläutern. Verlange man zum Beispiel 100 000 Euro Jahresgehalt, das Unternehmen hat aber eigentlich nur 80 000 Euro für die Stelle geplant, lässt sich aus Sicht des Unternehmens über eine zielorientierte Vergütung von 20 000 Euro immer noch verhandeln. Damit bin ich nicht sofort aus dem Rennen, auch wenn meine Gehaltsvorstellung eigentlich zu hoch für den Arbeitgeber sind.Im Gespräch selber gibt es Spielraum für Verhandlungen. Angenommen, ein Unternehmen will maximal 70 000 Euro Grundgehalt zahlen plus 15 000 Euro Variable. Dann gibt es die Möglichkeit zu vereinbaren, dass ich eine doppelte Variable bekomme, wenn ich meine Ziele um etliches übertreffe. Wenn alles gut läuft, komme ich somit wieder auf meine 100 000 Euro Gesamtgehalt. Voraussetzung dafür ist natürlich immer, dass das Unternehmen diese Besonderheiten akzeptiert und auch administrieren kann.Bei der Verhandlung der variablen Komponenten sind zwei Dinge wichtig: Zum einen muss ich mir überlegen, ob mir das Grundgehalt allein für den Job reicht. Im schlimmsten Fall bekomme ich nämlich Null Euro obendrauf. Zum anderen muss ich mich so gut wie möglich über das Vergütungssystem im Unternehmen informieren, nur dann kann ich meine Chancen und Risiken einschätzen. Falls möglich, sollte ich bei Freunden und Bekannten, aber auch über Bücher, Internet-Foren, Job-Börsen oder auch Personalberater den Markt recherchieren.Ansonsten sollte ich im Bewerbungsgespräch folgende Fragen stellen:- Wie hoch kann der variable Anteil meines Gesamtgehaltes steigen, wenn meine Leistung die Ziele überschreiten?- Anhand welcher Kriterien wird die Leistung gemessen: In welchem Verhältnis steht die Bedeutung von Unternehmenserfolg, Team- oder Bereichserfolg und individuellem Erfolg zueinander?- Gibt es ein Halbjahresgespräch, um den Stand der Dinge abzuklären?- Wie kann ich mich selbst kontinuierlich über den Stand der Zielerfüllung auf individueller, Team- und Unternehmensebene informieren?ZEIT online: Haben Sie für Neueinsteiger einen besonderen Tipp?Ewert: In vielen Unternehmen ist es üblich, während der Anfangsphase im Unternehmen in jedem Fall einen zuvor fixierten Teil des variablen Gehalts auszuzahlen. Möglich ist auch, dass man sich für die erste Zeit nur auf ein bestimmtes Projektziel einigt, für dessen Erreichen ein variables Gehalt gezahlt wird. Danach würde ich in jedem Fall fragen.Das Interview führte Felix Ullmann* Mögliche Bestandteile eines Gehaltes von A-ZDie vollständige Liste finden sie auf den Internetseiten der Jungen Karriere.http://www.jungekarriere.com/a-zAktienoptionen (Long-Term-Incentives)Langfristige Anreize, die auf fünf bis zehn Jahre angelegt sind. Führungskräfte und ihre Mitarbeiter erhalten das Recht, Aktien ihres Unternehmens zu einem vorher festgelegten so genannten Bezugspreis zu erwerben. Liegt der aktuelle Kurs über dem Bezugspreis, können sie die Differenz als Gewinn einstreichen, indem sie die Aktien wieder verkaufen. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn das Unternehmen bestimmte Ziele erreicht, etwa einen über längere Zeit steigenden Aktienkurs. Vor allem Startups, die niedrigere Jahresgrundgehälter als die Konzerne zahlen, locken Bewerber mit Aktienoptionen.BonusTeil der variablen Vergütung, die über das Grundgehalt hinaus gezahlt wird. Der Bonus kann eine einmalige, freiwillige Leistung des Unternehmens sein ("Nasenprämie"), er kann aber auch als garantierte Zahlung den Mitarbeiter für das Erfüllen einer Zielvereinbarung belohnen. Ein typischer Bonustermin ist das Jahresende.13./14. GehaltDas Weihnachts- und Urlaubsgeschenk des Arbeitgebers ist meistens schon verplant, bevor es überhaupt auf dem Konto ist. Höhe und Anzahl dieser freiwilligen Leistungen variieren stark. Manche Unternehmen zahlen allen das gleiche, andere unterscheiden nach Dienstjahren. In schlechten Zeiten gibt's mitunter gar nichts oder Gehaltserhöhungen werden nur auf zwölf Gehälter bezogen, nicht auf 13 oder 14. In guten Zeiten hingegen zahlen manche Unternehmen sogar 14,5 Gehälter.JahresgrundgehaltDie Fix- oder Festgehälter, die ein Angestellter im Laufe des Jahres erhält, plus Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber ohne die variablen Anteile wie Bonus oder Provision.JahresgesamtvergütungDa der Anteil an variablen Gehaltsbestandteilen immer mehr zunimmt, ist die Jahresgesamtvergütung mittlerweile die entscheidende Hausnummer, wenn es darum geht, sein Gehalt mit anderen zu vergleichen. Neben dem Jahresgrundgehalt fließen alle leistungsbezogenen Gelder wie Boni, Prämien, Provisionen oder Gewinnbeteiligungen ein.Long Term Incentives"Langfristige Anreizsysteme" haben den Zweck, die Entgeltfindung für alle Beteiligten so transparent wie möglich zu machen und gleichzeitig die Interessen von Unternehmen und Mitarbeitern in Einklang zu bringen: Beide wollen Wert schaffen - in der Bilanz wie auf dem privaten Bankkonto. Das übliche Mittel sind Aktienoptionen, die die Mitarbeiter an der Steigerung des Börsenwerts ihres Unternehmens teilhaben lassen.TarifgehaltIst der Arbeitgeber einem Tarifvertrag angeschlossen, ist genau geregelt, wie viel ein Mitarbeiter in welcher Position mindestens verdienen muss und wie viel Urlaub ihm zusteht. Ideal für Gehaltsverhandlungs-Faulpelze, weil die Gewerkschaften die Gehaltserhöhungen erstreiten. Entgegen landläufiger Meinung wird in Tarifverträgen auch leistungsabhängige Vergütung vorgesehen und geregelt.Variable VergütungDie Höhe bestimmter Vergütungsbestandteile wie Bonus, Provision und Tantieme ist nicht im Arbeitsvertrag oder in Tarifverträgen festgeschrieben, sondern bemisst sich nach veränderlichen Größen, etwa Gewinn des Unternehmens oder individuelle Leistung des Mitarbeiters. Die Gesamtheit der variablen Vergütungsbestandteile und sonstigen Leistungen wird Fringe Benefits genannt.ZielvereinbarungDie Hürde, die Mitarbeiter überspringen müssen, um in den Genuss leistungsabhängiger, variabler Vergütungsbestandteile zu kommen. Zunächst definiert das Unternehmen Schlüsselfelder, die für den zukünftigen Markterfolg entscheidend sind: Qualität, Ressourcen, Kunden oder Kosten. Dann bestimmt es in jedem dieser Schlüsselfelder Ziele, die wiederum auf die einzelnen Mitarbeiter heruntergebrochen werden. Vom Grad der individuellen Zielerreichung hängt es ab, ob der in Aussicht gestellte Zielbonus ganz oder teilweise ausgezahlt wird.** Gehaltsverhandlung im Internet **"Variable Vergütung von Führungskräften"Eine gute Zusammenfassung des Themas bietet der auf Managementthemen spezialisierte Verlag Symposionhttp://www.symposion.de/erfolg/ek_05.htmDer Spezialsuchkatalog dir4u sammelt Links und Literaturtipps zu bestimmten Themen, darunter auch zum Thema Karriere / Gehalt verhandelnhttp://www.dir4u.de/karriere/1002697.htmlWie hoch ist mein Marktwert?Diese Frage beantwortet die Online-Jobbörse Monster unter der Rubrik Vorstellungsgesprächhttp://inhalt.monster.de/jobsuche/artikel/marktwert/print/Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie ruhig das Thema variables Gehalt ansprechenhttp://www.redmark.de/karriere/dokus/vorstellung/vorb/vorstellung_vorb_ihre_fragen.htm *** 2. Studie: Mitarbeiter aus dem Netz *** Firmen nutzen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern verstärkt das Internet: Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen schaltet Anzeigen auf den eigenen Firmenwebsites und in Internetstellenmärkten. Ein Großteil nimmt Bewerbungen bevorzugt per E-Mail oder über firmeneigene Online-Bewerbungstools entgegen. Das ergab eine Studie von Campus Career Network. 118 Unternehmen berichteten, auf welchen Wegen sie im vergangenen Jahr Personal rekrutierten und wie sie 2003 vorgehen werden.Viele Firmen versuchten demnach, Personal über Praktika und Anzeigen in Printmedien zu gewinnen, bewerten diese Methoden im Nachhinein jedoch als wenig effektiv.Von den rund 96% der Unternehmen, die bereits Stellenbörsen im Netz nutzten, sind über Zweidrittel mit den Rückläufen sehr zufrieden.Das Internet ersetzt längst nicht alle bisherigen Wege, Personal zu rekrutieren: Die Kooperation mit Hochschulen ist für 73% der Firmen weiterhin wichtig. Die wenigen, die bereits an einer virtuellen Jobmesse teilgenommen haben, gaben ein schlechtes Urteil ab. Über die Hälfte der Firmen hat bereits auf Online-Lebenslaufdatenbanken zurückgegriffen, sieht diese jedoch nicht als geeignetes Mittel an.Für 2003 planen die Unternehmen die Internetangebote verstärkt zu nutzen, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Personalberater werden deutlich weniger zum Einsatz kommen.http://www.c-cn.de/firmen.php4?link=umfrage2003.html *** 3. Fernstudium: Angebot und Nachfrage steigt *** Die Zahl der Teilnehmer an Fernstudiengängen ist seit 2001 stetig gestiegen, teilte der Deutsche Fernschulverband (DFV) mit. Wegen der erhöhten Nachfrage haben die Fernuniversitäten ihr Angebot an Lehrgängen im vergangenen Jahr um 13 Prozent erweitert. Auch die Zahl der Anbieter selber stieg an - laut DFV um 14 Prozent. Der Verband begründet den Weiterbildungsboom mit der Wirtschaftsflaute: Die Fernuni-Studenten hofften, sich mit einer Zusatzqualifikation vor der Arbeitslosigkeit schützen zu können. Eine Studie über die Erfolgsquote bei der Jobsuche im Anschluss an ein Fernstudium gebe es nicht, teilte der Verband auf Anfrage von ZEIT.de mit.Auch ein Ranking der Fernuniversitäten gibt es laut DFV nicht. Nach Ansicht von Stiftung Bildungstest ist das jedoch nicht nötig. Die Zertifizierung der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) sei ausreichend. Die ZFU entscheidet, ob ein Anbieter kostenpflichtige Bildungslehrgänge anbieten darf. Um sich ein genaueres Bild der verschiedenen Programme zu machen, empfiehlt die Stiftung Bildungstest eine Checkliste zur Hilfe zu nehmen. Auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung (www.bibb.checkliste.de ) finden sich Fragen und Tipps (Zum Beispiel: Über welche Erfahrung verfügt der Anbieter von Weiterbildungs-Veranstaltungen? Tipp: Um wirklich eine fundierte Weiterbildung konzeptionell und organisatorisch anzubieten, benötigt ein Veranstalter ein internationales Netzwerk von Fachexperten. Achten Sie auch auf den Mix der Referenten und die Berücksichtigung der einzelnen Branchen). Weitere Infos zu Fernuniversitäten erteilt die ZFU unter www.zfu.de.Interessenten an einem Fernstudium sollten den zeitlichen Aufwand und den Kostenfaktor nicht unterschätzen: Ein Fernlehrgang nimmt im Durchschnitt bis zu 15 Wochenstunden in Anspruch. Die Kosten für ein dreijähriges Studium zum staatlich geprüften Betriebswirt liegen bei 5000 Euro. Wer mit einem Realschulabschluss das Abitur nachholen möchte, zahlt für 30 Monate 3700 Euro.Vorteil: Zeitlich und räumlich lässt sich das Fernstudium flexibel gestalten und ist daher für Berufstätige besonders interessant. Auch Unternehmen wie die Deutsche Bank haben die Vorteile von Fernuniversitäten entdeckt. Sie sehen in der Zusammenarbeit mit Fernuniversitäten eine flexible und kostengünstige Möglichkeit ihre Mitarbeiter weiterzubilden. *** 4. Sommeruniversität: Deutsch-Französisches Treffen in Lyon *** Deutsche und französische Wissenschaftler treffen sich vom 30. Juni bis zum 12. Juli 2003 in Lyon. Während der Sommeruniversität tauschen sie sich über kultur- und sozialwissenschaftliche Themen aus. Interessierte Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler können sich noch bis zum 15. Mai bewerben.80 Doktoranden der Geistes- und Sozialwissenschaften aus Frankreich und Deutschland diskutieren auf dem Campus der Université de Lyon mit insgesamt 40 Professoren, Forschern und Schriftstellern verschiedener Disziplinen. Die zweiwöchige Konferenz umfasst Vorträge, Workshops und Podiumsgespräche zu interdisziplinären Themen. Im Vordergrund stehen in diesem Jahr kultur- und sozialwissenschaftliche Fragen: Immigration, Europäische Integration und Wissenstransfer in Europa sind einige der behandelten Themen.Initiator ist die Deutsch-Französische Hochschule (DFH), ein Verbund deutscher und französischer Hochschulen mit Sitz in Saarbrücken. Ziel der Veranstaltung ist es, den regelmäßigen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland über aktuelle Themen im europäischen Kontext zu unterstützen. Als Gastredner geladen sind unter anderem Werner Spiess, Kunstwissenschaftler und ehemaliger Direktor des Centre Pompidou, die Präsidentin der DFH Helene Harth, der ehemalige Berater des Kanzleramts Wolfgang Nowak, sowie Michael Werner, der Direktor des Zentrums für Deutschland-Studien in Paris.Die Veranstalter achten bei der Auswahl der Teilnehmer vor allem auf einen deutsch-französischen Bezug, ein Mindestniveau in der Partnersprache und die Ausgewogenheit der Fachdisziplinen. Jeder Bewerber muss sein Forschungsvorhaben auf drei Seiten vorstellen.Die Einschreibegebühr beträgt 100 Euro. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie die Teilnahme an den Seminaren und dem Programm trägt die DFH.Nähere Infos und Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:Deutsch-Französische HochschuleAm Staden 1766121 SaarbrückenTel.: 0681 501 1367,mailto:info@dfh-ufa.orghttp://www.dfh-ufa.org/deutsch/leitseite_sommeruniversitaet_2003_lyon_d.asp