Bundes- und Landesregierungen investieren immer weniger Geld in die Instandhaltung des deutschen Verkehrsnetzes. Bei Autobahnen und Schienen, Brücken und Wasserstraßen mehren sich Zeichen des Verfalls. Dem Bericht einer Bund-Länder-Kommission zufolge ist der Zustand der deutschen Verkehrsinfrastruktur so schlecht, dass Deutschland als Wirtschaftsstandort als ernsthaft gefährdet eingestuft wird. Anhand von drei Verkehrswegen haben wir exemplarisch aufgezeigt, wie es um die Infrastruktur steht: der S-Bahn in München, der Rheinbrücke bei Leverkusen und dem Nord-Ostsee-Kanal.

Anhand des Kommissionsberichtes und der untersuchten Verkehrsprojekte zeichnet sich eine dramatische Lage ab, aber wird sie auch vom einzelnen Verkehrsteilnehmer als dramatisch empfunden?

Wir möchten von Ihnen wissen: Nehmen Sie Zeichen des Verfalls in Ihrem Umfeld wahr? Wenn ja, welcher Art und wie wirken sich die Mängel auf Ihren Alltag aus? Sind Sie zum Beispiel auf ein Auto angewiesen, weil der örtliche Bahnhof stillgelegt wurde? Müssen Sie lange Umwege in Kauf nehmen, seit die Brücke über den Fluss wegen Einsturzgefahr gesperrt ist? Ist die Landstraße zu Ihrem Ort mit Schlaglöchern übersäht? Die Bushaltestelle ersatzlos gestrichen?

Berichten Sie uns im Kommentarbereich oder mailen Sie uns an leseraufruf@zeit.de, Stichwort "Schlagloch". Schicken Sie uns gern auch Fotos von der beschriebenen Situation (der Verfall kann ja eine ganz eigene Ästhetik entfalten). Eine Auswahl der Einsendungen veröffentlichen wir in Kürze.