Wir haben, so hat es der Philosoph Helmuth Plessner geschrieben, vom Moment der Geburt an ein doppeltes Verhältnis zu unserem Körper: Einerseits haben wir ihn, andererseits sind wir dieser Körper. Praktisch ausgedrückt: Auf der einen Seite können wir mit unserem Körper tun, was wir wollen, auf der anderen Seite tut unser Körper aber auch oft, was er gerade will.

So können wir unseren Körper im Fitnessstudio, im Solarium oder beim Schönheitschirurgen bestimmten Idealbildern ähnlicher machen. Unser Körper kann uns aber auch von einem auf den anderen Tag den Dienst verweigern, zum Beispiel durch eine Krankheit oder einen Unfall. Unser Körper kann uns stolz und zufrieden oder rasend unglücklich machen. Wir können ihn pflegen, wir können ihn aber auch zugrunde richten. Wir können ihn lieben und wir können ihn hassen. Ein Leben lang

Erzählen Sie uns von Ihrem Körper

Benutzen Sie Ihren Körper auf eine besondere Art und Weise, privat oder beruflich? Hat sich Ihr Körper drastisch verändert, beispielsweise durch einen Unfall? Oder haben Sie Ihren Körper absichtlich verändert? Wie beeinflussen gängige Körperbilder Ihre Wahrnehmung von sich selbst und anderen? Haben Sie das Gefühl, an Ihren eigenen Körper andere Maßstäbe anzulegen als an die Körper anderer Menschen? Beschäftigen Sie sich beruflich mit Körpern oder Körperbildern, z. B. als Schönheitschirurg, Model Scout, Personal Trainer oder Tattoo Artist?

Senden Sie uns Ihre Körpergeschichten per Email an leseraufruf@zeit.de, Betreff "Körperbilder". Eine Auswahl der Einsendungen werden wir in den kommenden Wochen als Serie veröffentlichen.