Alles begann im Juni 2014. In den vergangenen Monaten war es immer häufiger passiert, dass Pakete für mich bei einer Postfiliale abgegeben wurden, obwohl ich zum Zeitpunkt der Zustellung zu Hause gewesen war. Ich wollte deshalb fortan die von der DHL errichteten Packstationen nutzen. Ich ging also ins Internet, um mich dafür anzumelden. Der Internetauftritt von paket.de vermittelte mir das schöne Gefühl, im Paradies gelandet zu sein, denn dort hieß es: "Bestimmen Sie selbst den Zustellungstag!", "Lassen Sie Ihr Paket online kostenlos frankieren!", "Bestimmen Sie Ihren Wunschnachbarn, sollten Sie nicht Zuhause sein." Es klang zu schön, um wahr zu sein.

Ich meldete mich an und bekam sogleich eine E-Mail: "Sie sind nun registriert und müssen nur noch auf ein Begrüßungsset mit Ihrer persönlichen Kundenkarte warten." Eine Woche später war noch kein Begrüßungsset angekommen, ich schrieb der Post deshalb eine E-Mail und erhielt folgende Antwort: "Leider kam es bei Ihnen zu einer Verzögerung – bitte entschuldigen Sie dies, nächste Woche erhalten Sie Ihr Set."

Als eine Woche später immer noch nichts angekommen war, kontaktierte ich die Post erneut. Wieder vergingen mehrere Tage, bevor ich eine Antwort erhielt. "Leider kommt es zu Lieferverzögerungen bei der Zusendung des Begrüßungssets. Bitte entschuldigen Sie dies. In den nächsten zwei Wochen erhalten Sie Ihr Set."

Nach Ablauf der zwei Wochen, wieder war nichts passiert, wagte ich den ersten Anruf. Auf die Frage, warum ich noch kein Set erhalten hätte, bekam ich die Antwort, ich hätte bei der Anmeldung nicht meinen vollständigen Namen angegeben. Der Zusteller wäre deshalb nicht in der Lage gewesen, das Set zuzustellen. Ich nannte dem freundlichen Servicemitarbeiter meinen vollständigen Namen, und er versicherte mir, das Set werde alsbald verschickt.

Wieder verstrichen zwei Wochen, ohne dass etwas geschah. Ein weiteres Telefonat offenbarte, dass das Set zwar unterwegs gewesen, aber zurückgeschickt worden war, weil niemand zu Hause angetroffen wurde. In etwas erregter Stimmung erklärte ich nun, ich hätte mich in den vergangenen zwei Wochen fast ausschließlich zu Hause aufgehalten. Man bot mir an, das Set erneut zuzustellen. Ich nahm an.
Um die Geschichte abzukürzen: Im September hatte ich das Begrüßungsset immer noch nicht erhalten und meine Registrierung wurde gelöscht. Aber schon im Oktober unternahm ich einen weiteren Versuch, mich zu registrieren. Die Welt, der man beitreten konnte, war einfach zu verlockend.

Ich könne die Pakete jetzt abholen, hieß es

Um das Ganze zu beschleunigen, nahm ich die Identifizierung diesmal in einer Postfiliale persönlich vor. Aber: Bis November hatte ich immer noch keine Kundenkarte erhalten, konnte die Packstationen also immer noch nicht nutzen. Erneut rief ich beim Kundenservice an und sprach mit einer sehr netten Mitarbeiterin. Sie hörte sich meine Geschichte an, entschuldigte sich mehrmals und versprach mir, sie würde meinen Account nun manuell freischalten. Die Kundenkarte sollte ich in der nächsten Woche erhalten. Tatsächlich erhielt ich eine Stunde später die lang ersehnte E-Mail, dass ich nun registriert sei. Ich erhielt meine persönliche Postnummer und die Mitteilung, ich könne die Packstationen ab sofort nutzen. Gleich am nächsten Tag tätigte ich, voller Vorfreude, drei Bestellungen.

Einige Tage später erhielt ich von DHL eine Benachrichtigung per SMS, dass sich Pakete in der Packstation befänden. Ich erhielt eine Transaktionsnummer, um die Pakete abzuholen, außerdem eine E-Mail zur Bestätigung, dass ich meine Pakete jetzt abholen könne. War mein Traum also endlich wahr geworden? Leider nicht, denn ein Zusatz in der E-Mail ließ mich wissen: "Die Abholung ist nur möglich mit Ihrer persönlichen Kundenkarte." Genau die hatte ich aber immer noch nicht.

Es folgte ein weiteres Telefonat. Es ging nun um die Frage, wie ich an drei Pakete herankommen konnte, die sich gerade einmal 250 Meter entfernt von mir in einer Blechkiste befanden. Vielleicht mit einem Schweißgerät? Die Antwort des Servicemitarbeiters: Ich könne lediglich abwarten, bis neun Kalendertage verstrichen seien und die Pakete zum Absender zurückgeschickt würden. Eventuell könnten die Pakete auch kurzfristig in eine Filiale umgeleitet werden, aber nur dann, wenn die Filialen nicht durch das Weihnachtsgeschäft schon überlastet seien.

Letztlich wurde von den drei Paketen eines von einer Postfiliale angenommen, wo ich es abholen konnte. Die anderen zwei wurden zum Absender zurückgeschickt. Der war zum Glück sehr verständnisvoll und sandte mir die Pakete erneut zu – diesmal wieder direkt an mich. Er übernahm sogar die zusätzlichen Kosten.

Die Registrierung für die Packstation blieb bisher erhalten. Aufgrund des Weihnachtsgeschäftes sei allerdings vor Januar nicht mit der Zustellung meiner Kundenkarte zu rechnen, wurde mir mitgeteilt. Aber dann?

Schlechte Erfahrungen mit der Post hat fast jeder schon gemacht, nur zu klagen hilft aber nicht weiter. Wir möchten deshalb von Ihnen wissen: Wie sieht die perfekte Post aus? Welchen traumhaften Service bietet sie? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge hier im Kommentarbereich.