Begonnen hat alles vor einem halben Jahr mit einem Leseraufruf – wir wollten von Ihnen wissen: Haben Stasi-Akten Ihr Leben verändert? Für die Menschen, deren Geschichte wir im Dossier Die Stasi lebt aufgeschrieben haben, hat sich der Blick in ihre Stasi-Akte gelohnt. Sie wissen jetzt, warum sie auf der falschen Spur waren, wer sie unerwartet aus dem Knast holte, welcher falsche Helfer ihnen den lang ersehnten Job besorgte. Doch warum fragen wir jetzt, 25 Jahre nach dem Mauerfall, noch einmal nach Stasi-Akten?

Es gibt noch viel Unrecht aufzuklären: Die Hintergründe von Pharmatests in der DDR, des Sportdopings an Kindern, der Knastware, die Häftlinge für den Klassenfeind produzierten – für Ikea und andere West-Unternehmen. Und die Stasi spitzelte ja nicht nur in der DDR. Auch Menschen in der Bundesrepublik bekamen mit ihr zu tun. Westdeutsche können ebenso nachfragen, ob es über sie Akten gibt. Uns interessiert Ihre Meinung dazu:  

  • Was bedeutet Ihnen die Aufarbeitung des in der DDR praktizierten Unrechts?
  • Würden Sie wissen wollen, wer Sie bespitzelt hat oder ob Ihr Verdacht zutrifft?
  • Sie haben Ihre Akte gelesen: Was hat das bei Ihnen ausgelöst? Haben Sie Ähnliches erlebt wie unsere Protagonisten?
  • Halten Sie es für richtig, dass die Akten weiter offen bleiben?
  • Würden wir viel verpassen, wenn die Stasi-Akten 2019 ins Bundesarchiv umgelagert würden?

Beteiligen Sie sich an der Diskussion hier im Kommentarbereich oder schicken Sie uns Ihre Geschichte per E-Mail an leseraufruf@zeit.de. Auf Twitter erreichen Sie uns zu diesem Thema unter #stasifragen. Gern geben wir auch Fragen an unsere Protagonisten weiter. Die Antworten werden hier veröffentlicht.