Der gute alte Linsentopf. Ein einfaches, ehrliches, günstiges Gericht. Nichts, womit man die Aufmerksamkeit seiner Leser fesseln könnte. Jedenfalls nicht eine ganze Woche lang. Oder doch? Schließlich gibt die Linse sehr viel mehr her als man bei erster Betrachtung vermuten könnte. Seit Beginn des Ackerbaus ist die Hülsenfrucht eine beliebte Nutzpflanze. Rund um den Globus wächst sie in mannigfacher Artenvielfalt und gehört fast überall seit Jahrtausenden zum anerkannten Kochkulturgut – schon in der Bibel spielt ein Linsengericht eine wichtige Rolle.

Und deshalb nehmen wir den Linsentopf, den wir auch Linsensuppe oder Linseneintopf nennen könnten, zum Anlass für ein Experiment: das erste schwarmintelligenz-basierte Linsenrezept der Welt. Alles, was es dafür braucht, ist Ihr Wissen zum Thema Linsen und Ihre Bereitschaft, es mit uns und anderen Lesern zu teilen.

Das kann eine abfotografierte Rezeptseite aus einem alten Kochbuch sein. Oder eine Anekdote rund um Ihr Familienrezept. Überhaupt Rezepte. Aus allen Zeiten und aller Welt dürfen sie sein. Marokkanische, türkische, fränkische Linsengerichte. Tipps, welcher Linsentyp sich am besten für welche Zubereitungsart eignet, wo man die besten Linsen kaufen und in welchen Restaurants man die beste Linsensuppe essen kann. Wenn Sie etwas abseitiger denken möchten: Wir freuen uns auch über Fotos aus der schönen hessischen Gemeinde Linsengericht. Und über Fotos von köchelnden Linsen und linsenden Köchen, von Linsentöpfen und Töpfen mit Linsen. Tellerlinsen, Berglinsen, roten, gelben, grünen Linsen...

Bitte schicken Sie alles, was Sie in den Linsentopf werfen wollen, an linsentopf@zeit.de. Ihre Einsendungen werden wir in einem fortlaufenden Beitrag veröffentlichen, wie bei einem Topf auf dem Herd, in dem das, was da vor sich hinköchelt, ständig um neue Zutaten bereichert wird. Dieses Experiment ist Teil unserer Themenwoche Selbstkochen.

Ihre Einsendungen sowie Bilder und Informationen rund um die Kochwoche finden Sie in unserem Storify.