Im Gespräch mit meinen Eltern haben diese mir auch gesagt, dass es Phasen gab (auch längere), in denen sie ihre Entscheidung für Kinder bereuten. Umso dankbarer bin ich, dass sie mich immer unterstützt haben, und versuche ihnen jetzt auch etwas zurückzugeben. Da ich daran denke, irgendwann eine eigene Familie zu gründen, bin ich dankbar für solche Aussagen – nicht weil sie dazu führen, dass ich mich umentscheide, sondern weil ich glaube, so einen ehrlicheren Eindruck zu erhalten.
Kommentar von EatingMuffinsInAnAgitatedManner

Diesen Frauen und Männer, die in gewissem Sinne versuchen, ihre Kinder medial rückwirkend abzutreiben, wünsche ich, dass diese ihre Kinder, wenn sie einmal ein entsprechendes Alter erreicht haben, mit Schmackes den Spieß umdrehen und "zurück-regretten" – ebenfalls schön breit medial über Netzwerke und Twitter! Wie viele Kinder haben ihre Kindheit und Jugend für alkoholabhängige oder psychisch kranke oder sonst wie psychisch dysfunktionale Mütter und Väter geopfert (von emotional, physisch oder sonst wie misshandelten oder vernachlässigten Kindern ganz zu schweigen)!
Kommentar von Spruce Goose 

Manchmal ist es toll ein Kind zu haben und ja, manchmal ist es auch nicht so toll... Aber es ist doch ziemlich anmaßend, ein Kind für das eigene Glück verantwortlich zu machen, schließlich hat das Kind ja nicht darum gebeten, auf dieser Welt zu sein.
Aglaia Bartelmess auf Facebook

Selbstverständlich hatte ich mir das anders vorgestellt! Ich hatte mir vor allem Eltern-sein vorgestellt und nicht Alleinerziehen. (...) Auf gar keinen Fall kann ich aufgrund meiner Elternschaft, in welcher ich immer Mutter UND Vater sein sollte/musste/war?, so leben 'wie gewünscht'! (...) Aber auf gar keinen Fall möchte ich meine Kinder missen! Sie waren nämlich gleichsam auch Veränderer meiner selbst. Was haben sie mir doch für Lektionen erteilt und erteilen sie mir beinahe täglich noch immer. Die "echte" Karriere war verbaut. Wohin mein Lebensweg aber aufgrund der Kinder ging, darauf wäre ich nie gekommen! Vor allem, dass ich das können und wollen könnte, was ich heute tue. Glücklich war ich nicht immer. Bereuen tue ich nichts!
Kommentar von emris

Männer bereuen nie, Vater geworden zu sein, denn wenn sie die Familie verlassen, ist das nicht soooo schlimm. Verlässt die Frau die Familie, muss sie aufpassen, nicht gelyncht zu werden. Männer werden nicht auf das Vatersein reduziert, Frauen auf das Muttersein schon. Männern gesteht man zu, dass sie noch in anderem ihre Erfüllung finden, außer im Vatersein. Frauen wird quasi aufgedrängt, dass sie das Muttersein zu erfüllen habe.
Cornelia Sibilitz auf Facebook

Ich liebe meine Tochter und sie ist und bleibt sinnstiftend und das Beste, was ich in meinem Leben bis jetzt zustande gebracht habe. Wenn ich etwas bereue, dann ist es die mangelnde Unterstützung für Alleinerziehende beziehungsweise für Kinder in Deutschland. (...) Selbst als ich den Status Hartz 4 hatte und trotz Ausbildung auf dem Amt wie eine Asoziale behandelt wurde, als ich während dieser drei Jahre von meinem Arbeitgeber ein Witzgehalt bekam, damit eine Teilzeit-Ausbildung für ihn überhaupt infrage kam, habe ich es nicht bereut, Mutter zu sein. Ich habe bereut, am Rand der Gesellschaft zu stehen, aber nicht meine persönliche Entwicklung. Auch dass ich bis jetzt alleine geblieben bin, weil kein Partner aufgetaucht ist und es zugegebenermaßen auch etwas an Möglichkeiten mangelt, bereue ich nicht. Das bedaure ich. Es sind die Strukturen, die in Schieflage sind, nicht die Kinder, nicht die Mütter. Es sind die alten Rollenbilder unserer Gesellschaft, die die Männer nach wie vor schützen, nach denen sie besser bezahlt werden und unabhängiger sind.
Anonym, per E-Mail

Wer traut sich denn schon (verständlicherweise) offen zuzugeben, dass er/sie, noch einmal vor die Wahl gestellt, sich gegen Kinder entscheiden würde? Nicht weil er/sie die eigenen Kinder nicht liebt, sondern weil das eigene Leben mehr darunter leidet, als dass die Kinder einem Freude und Zufriedenheit bereiten. Gerade weil es so eine unpopuläre Meinung ist, ist es umso wichtiger, dass sie mal nach außen getragen wird.
Kommentar von sdadfvwsdthycbvsdv

Ein Kind ist nicht dazu da, um seine Eltern glücklich zu machen. Umgekehrt wird schon eher ein Schuh daraus, aber auch nur bedingt. Eltern haben vor allen Dingen einen Sorge- und Erziehungsauftrag, durch den ihnen ein ganzer Katalog an Verpflichtungen auferlegt wird. Kinder zu haben bedeutet von daher stets eine erhebliche Einschränkung der persönlichen Freiheit, vor allem in den ersten Lebensjahren, und umso mehr dann, wenn die Erziehungslast allein oder überwiegend nur bei einem Elternteil liegt. Ob die Eltern in dieser Situation glücklich sind oder nicht, ist im Wesentlichen eine Sache der persönlichen Einstellung und der konkreten Lebensumstände.
Michael Reinschmidt auf Facebook