Zahlreiche ältere, demente Bewohner von Pflegeheimen bekommen offenbar sedierende Medikamente wie Neuroleptika und Schlaf- und Beruhigungsmittel, ohne dass sie gefragt werden. Das Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen hat ausgerechnet, dass in Deutschland knapp 240.000 Demenzkranke zu Unrecht mit Psychopharmaka behandelt werden. Damit sparen die Heimbetreiber Betreuungskosten.

Wir haben über die flächendeckende, laxe Verschreibung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln berichtet, aber die Situation in den Pflegeheimen ist besonders schlimm.

Pflegeexperten, Ärzte, Apotheker und Amtsrichter berichten in unserer aktuellen Recherche, dass das Problem in vielen Heimen kaum in den Griff zu bekommen ist.

Helfen Sie uns dabei, mehr zu diesem Thema in Erfahrung zu bringen.

Haben Sie einen begründeten Verdacht, dass Ihr Angehöriger in einem Pflegeheim mit Medikamenten ruhig gestellt wird? Oder sind Sie Pflegekraft und möchten mit uns über die Verschreibungen in Ihrem Heim reden? Schreiben Sie uns einen Kommentar oder wenden Sie sich mit konkreten Hinweisen und Informationen an unser Postfach leseraufruf@zeit.de, Betreff: ruhiggestellt. Alle Einsendungen werden vertraulich behandelt.