Unsere Freunde von der Insel haben es nicht leicht in diesen Tagen. Nach der Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen, schlägt den Briten in diesen Tagen Häme entgegen. Wenn ihr unbedingt wollt, dann geht doch – ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt, postet der Freundeskreis auf Facebook und hofft zugleich leise, dass nach der vollzogenen Scheidung vom europäischen Festland die Wartezeiten am Flughafen Heathrow nicht noch länger werden. Ach ja – die Niederlage von England gegen Island war ja auch noch. Sympathische, aufopfernd kämpfende Underdogs, die sonst in Augsburg oder Malmö ihr Geld verdienen, schlagen ideenlose Millionäre und werden zu Lieblingen, nicht nur im Social Web. Für die Verlierer bleibt: wieder Spott.  

Aber jetzt reicht es mit den bad vibrations. Denn wir von ZEIT ONLINE lieben Großbritannien. Wie hätten die Vorabende unserer Jugendzeit ausgesehen, wenn im Fernsehen nicht Mr. Bean gezeigt worden wäre? Wir hätten wieder mit unseren Eltern Soko 5113 oder den Landarzt schauen müssen. Oder man denke an die kreativen Recyclingmethoden für journalistische Printprodukte – egal, ob als Verpackung für einen fetttriefenden Snack oder als Schutz vor Regen.

Wie oft hat James Bond unsere Welt schon vor dem Untergang gerettet? Wie oft hat Monty Python uns gezeigt, dass Humor mehr sein kann als Mario Barth und Atze Schröder? Wie kämen wir mit den Mini-Parklücken in unseren Städten zurecht – ohne Mini-Auto? Die Briten haben uns bewiesen, dass man Maggi-Würze eindicken und aufs Brot schmieren kann. Sie haben uns gelehrt, dass Männer gut angezogen und frisiert trotzdem ihre Chancen bei Frauen haben und sie haben uns mit Love Actually den schönsten Weihnachtsfilm der Welt geschenkt.

Heute schenken wir zurück. Unter dem Hashtag #WeLoveUKBecause haben wir unsere Leser auf Twitter gefragt, was sie an Großbritannien mögen. Tausende haben mitgetwittert. Hier zeigen wir Ihnen die schönsten Antworten.

Und was lieben Sie an Großbritannien? Twittern Sie doch einfach hier mit!