Wie Spiegel Online nun berichtet, hat Domscheit-Berg die Dateien also geschreddert, "um sicherzustellen, dass die Quellen nicht gefährdet werden können". Laut WikiLeaks soll es sich bei den Dokumenten unter anderem um amerikanische Namenslisten handeln, auf denen jene stehen, die auf Wunsch amerikanischer Sicherheitsbehörden nicht an Bord eines Flugzeugs in die USA gelassen werden dürfen. Außerdem, so twitterte WikiLeaks, seien darauf Insiderinformationen aus rechtsextremistischen Kreisen, Daten über die Bank of America, Abschaltungspläne der US-Regierung für Telekommunikationsanbieter und 60.000 E-Mails der NPD.

Welche der Behauptungen, seien sie von Domscheit-Berg oder von Assange, stimmt, ist nicht überprüfbar. 

Domscheit-Berg sagte am Freitag der Nachrichtenseite heise.de, das Löschen der Dateien, die er von Wikileaks mitgenommen habe, sei notwendig gewesen: "Bevor ich ein Risiko für die Quellen eingehe, gehe ich lieber auf die sichere Seite." Gleichzeitig forderte er die Informanten auf, ihr Material erneut zu schicken, dorthin "wo sie dem System vertrauen". Er meinte damit Alternativen zu WikiLeaks, perspektivisch aber auch sein eigenes Projekt OpenLeaks.

OpenLeaks wird derzeit von einigen Medienpartnern getestet. Der Chaos Computer Club jedenfalls misstraut der Plattform inzwischen öffentlich.

Update: Wir haben die ursprüngliche Meldung ergänzt. – Die Redaktion