Zwei Wochen, nachdem der Handel mit der Internetwährung Bitcoin auf der Plattform MtGox ausgesetzt wurde, ist die Seite im Netz nun verschwunden. Am diesem Dienstag erschien unter der Adresse www.mtgox.com nur noch eine weiße Seite. Die Nutzer der Plattform sind ihr virtuelles Geld möglicherweise nun los. "Wir konnten nichts tun", versicherte die japanische Finanzaufsicht.

MtGox, eine der ältesten und wichtigsten Plattformen für den Handel mit Bitcoins, hatte am 7. Februar alle Aktivitäten gestoppt. Die Anleger hatten keinen Zugang mehr zu ihrem virtuellen Guthaben. MtGox teilte mit, ein Softwarefehler sei der Grund, und versprach in der vergangenen Woche, alles komme wieder in Ordnung.

Gleichzeitig teilte der Betreiber der Plattform mit, seinen Sitz "aus Sicherheitsgründen" in die japanische Hauptstadt Tokio verlegt zu haben. Dieser Umzug habe zu Verzögerungen bei der Lösung der technischen Probleme geführt. Am Montag teilte die Bitcoin-Stiftung in den USA mit, MtGox-Chef Mark Karpeles habe seinen Verwaltungsratssitz in der Stiftung aufgegeben.

Starke Kursschwankungen in den letzten Tagen

Der Kurs des Bitcoin auf MtGox.com fiel seitdem. Am Dienstag erreichte er 135 Dollar, nach mehr als 900 Dollar im Januar. Auf anderen Plattformen wie CoinDesk war ein Bitcoin am Dienstag 522 Dollar wert.

Die virtuelle Währung Bitcoin war im Jahr 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hatte sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt aber stark. Zentralbanken warnen vor den Risiken der Währung für die Nutzer.