Ein sächsischer Computerexperte hat sich einem Medienbericht zufolge Zugang zur Homepage des US-Geheimdienstes NSA verschafft. Dort platzierte der Hacker Matthias Ungethüm eine eigene Botschaft, sagte er dem Radiosender MDR Info.

Ungethüm ersetzte nach eigenen Angaben das NSA-Motto "Codebreakers and Codemakers" durch den Schriftzug "Durchleuchten Sie Ihre Homepage". Nach Aussage des Hackers sei der Eingriff vergleichsweise einfach gewesen. "Das ist jetzt keine Lücke, die wirklich viel Fachwissen beansprucht", sagte er.

Die Lücke sei nicht ungefährlich, sagte Ungethüm dem Sender. Über solche präparierten Websites könnten Trojaner auf die Rechner von Nutzern geschmuggelt werden. Davon betroffen war jedoch lediglich die NSA-Webseite und nicht die streng geheimen Datenbanken des Dienstes.

NSA hat Sicherheitslücke behoben

Ungethüm hat die Sicherheitslücke vor einer Woche der NSA gemeldet. Der US-Geheimdienst reagiert umgehend: Die Lücke ist mittlerweile geschlossen. Es ist nun nicht mehr möglich, durch modifizierte Links fremde Grafiken oder Fotos auf der Seite zu platzieren.

Ein Redakteur des MDR sagte, das ausgetauschte Bild war nur beim Aufrufen eines speziell bearbeiteten Links zu sehen. Die anderen Besucher der Webseite hätten die reguläre Version angezeigt bekommen. Ungethüm habe auf dem Rechner der NSA zudem "einige harmlose Befehle" wie Rechenaufgaben durchführen können.