Nach der Niederlage im Patentstreit mit einer US-Hochschule muss Apple 234 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Damit setzte ein Gericht am Freitag eine geringere Summe fest als von der Universität von Wisconsin gefordert. Sie hatte 400 Millionen Dollar verlangt, nachdem das Gericht in Madison es am Dienstag als erwiesen angesehen hatte, dass der kalifornische Konzern zu Unrecht Technik einsetzt, die das geistige Eigentum der Universität ist.

In dem Streit ging es um das Patent Nummer 5.781.752 aus dem Jahr 1998, mit dem die Effizienz von Chips verbessert werden kann. Das Gericht sollte prüfen, ob diese geschützte Technik in verschiedenen Versionen des iPhones und des iPads eingesetzt wurde. Apple hatte das bestritten und argumentiert, das Patent sei ungültig. 

Der Vorwurf lautete, die Technik sei in der 64-Bit-Version des Apple-Prozessors A7 umgesetzt worden. Zudem sind auch Prozessoren der Typen A8 und A8X betroffen, die erst später eingeführt wurden. Sie finden sich in zahlreichen Versionen des iPad sowie in den Smartphone-Versionen der Jahre 2013 und 2014, iPhone 5s, 6 und 6 Plus.

Die Universität hatte 400 Millionen Dollar für die Verletzung der Patente gefordert, maximal hätte sich die Schadensersatzzahlung auf bis zu 862 Millionen Dollar belaufen können. Nach Meinung des Gerichts habe Apple jedoch nicht vorsätzlich gegen das Patentrecht verstoßen, die Strafzahlung fiel darum geringer aus.