Facebook hat erstmals eine eigene Zahl zu
entfernten Beiträgen genannt. Innerhalb des vergangenen Monats seien in
Deutschland etwa 100.000 Inhalte mit Hasskommentaren und Beleidigungen gelöscht worden, sagte der
europäische Politikdirektor von Facebook, Richard Allan. Das Unternehmen
machte allerdings keine Angaben dazu, wie viele Meldungen in dieser Zeit
insgesamt beanstandet wurden und wie sich die Zahl der gelöschten Inhalte in
den vergangenen Monaten entwickelte.
Eines der größten Probleme bleibe die fehlende Transparenz, sagte daher Bundesjustizminister Heiko Maas. "Wir sollten daher prüfen, ob wir soziale Netzwerke
verpflichten, offenzulegen, wie viele Beschwerden wegen illegaler
Hasskommentare sie bekommen haben und wie sie damit umgegangen sind," sagte der SPD-Politiker.
Strafbare Inhalte im Internet werden noch immer "viel zu wenig und viel zu langsam" gelöscht, sagte Maas. Das größte
Problem liege darin, dass die Beschwerden von Nutzern nicht
ernst genommen würden. "Von
den strafbaren Inhalten, die User melden, löschte Twitter gerade einmal ein
Prozent, YouTube nur zehn und Facebook 46 Prozent. Das ist zu wenig", so Maas.
Die Reaktion sei allerdings deutlich schneller, wenn sich Institutionen wie jugendschutz.net direkt an die
Netzwerke wendeten.
Im Kampf gegen Hasskommentare im Netz hatte sich eine Task Force mehrerer Internetunternehmen darauf geeinigt, dass gemeldete und strafbare Beiträge innerhalb von 24 Stunden entfernt werden sollten. Laut einer ersten Bilanz der Organisation jugendschutz.net löschte YouTube 96 Prozent und Facebook 84 Prozent der Beiträge, wenn die Organisation selbst diese melde. "Davon wird bei beiden immerhin die Hälfte innerhalb von 24 Stunden gelöscht. Das ist deutlich schneller als noch im Frühjahr", sagte Maas. "Die Lage ist besser geworden, aber sie ist noch lange nicht gut." Die Ergebnisse seien "zwiespältig".
Kommentare
Bei strafbaren Inhalten ist die Löschung nur die zweitwichtigste Maßnahme.
Am wichtigsten ist die Strafverfolgung, und daran hapert es gewaltig.
Ergänzend dazu möchte ich auf den folgenden Artikel hinweisen, der das Problem der mangelhaften Verfolgung eindeutig strafbarer Inhalte zum Thema hat:
http://www.tagesspiegel.d...
Der Staat darf diese rechtsfreien Räume nicht dulden.
Dabei geht es nicht um den strafrechtlich unklaren Begriff "Hasskommentare", sondern um konkrete Straftatbestände wie z.B. Beleidigung, Volksverhetzung oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/rc
Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.
Bin ich froh, dieses fb von vorneherein boykottiert zu haben.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Unterstellungen. Die Redaktion/kno
Entfernt. Bitte kommentieren Sie das konkrete Artikelthema. Die Redaktion/ee
Interessant hierbei ist sein eigener Facebook-Auftritt. Die Kommentare sind wenig schmeichelhaft für Herrn Maas, hier auf ZON würde ein guter Teil davon im Mülleimer landen und zwar in 24 sec.