Emoticons werden in der digitalen Kommunikation zunehmend von Emojis verdrĂ€ngt. Zu diesem Schluss kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache. Statt der Gesichter, die aus Satz- und Sonderzeichen zusammengesetzt werden, verwenden die Nutzer etwa in Chats vorgefertigte Piktogramme.

Zwar steht der Umfrage zufolge sowohl fĂŒr Frauen als auch fĂŒr MĂ€nner die Auflockerung der Kommunikation an erster Stelle, wenn sie Emojis nutzen. Es zeigen sich aber auch Unterschiede: Frauen ist der Ausdruck ihrer GefĂŒhle wichtig, MĂ€nner hingegen nutzen Emojis und Emoticons, wenn auch ihr GesprĂ€chspartner diese verwendet – also als eine Art Spiegelung.

Ein weiteres Ergebnis der Forsa-Umfrage ist, dass Textnachrichten unbeliebter werden. Das Tippen sei immer mehr Nutzerinnen und Nutzern zu mĂŒhselig. Stattdessen setzten sie verstĂ€rkt auf Sprachnachrichten.

FĂŒr die Umfrage wurden im Januar 2018 insgesamt 2.001 Internetnutzer zwischen 14 und 60 Jahren aus Deutschland befragt.