Facebook will Nutzern eine einfachere Möglichkeit geben, einige gesammelte Informationen wie die Liste besuchter Websites oder angeklickter Links zu löschen. Außerdem könnten die Nutzer künftig auch verhindern, dass Daten über ihre Interaktionen mit anderen Websites und Apps überhaupt gespeichert werden, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg an. Er verglich die Funktion "Clear History" mit dem Entfernen ähnlicher Informationen in Webbrowsern.

Facebook steht seit dem jüngsten Skandal um den Abfluss von Nutzerinformationen an die Analysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern. Das Online-Netzwerk schränkte bereits unter anderem den Zugang von Softwareentwicklern zu Nutzerdaten ein.

Zuckerberg machte die Ankündigung kurz vor Beginn der Entwicklerkonferenz F8 in San Jose. Es werde einige Monate dauern, die Funktion zu entwickeln, hieß es. Zunächst werde man in ihr Informationen sehen, die andere Websites und Apps mit Hilfe von Facebooks Analysewerkzeugen über die Nutzer gesammelt hätten. Bei der Entwicklung wolle Facebook auch mit Datenschützern, Aktivisten und Wissenschaftlern zusammenarbeiten.

Facebook kündigt Dating-Funktion an

Mit einer neuen Dating-Funktion werde man auf Facebook künftig auch auf Partnersuche gehen können, kündigte Zuckerberg an. Der Datenschutz sei dabei besonders beachtet worden, versicherte er. Das spezielle Profil werde unter anderem dafür sorgen, dass nur Personen außerhalb des eigenen Facebook-Freundeskreises vorgeschlagen werden. Die Aktie der Match Group, der Mutterfirma von Konkurrenten wie Tinder, sackte nach der Ankündigung sofort ab.

Als weitere Neuerung bekommt die Foto-App Instagram eine Videochat-Funktion und der Kurzmitteilungsdienst Facebook Messenger einen eingebauten Übersetzer.